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Im deutschen Reich · 1917-11-01 · Heft 11 (November 1917) · p. 473

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
23 (1917)
Issue
Heft 11 (November 1917)
Article
Die gesammelten Gedichte von Else Lasker-Schüler [Rezension]
Date
1917-11-01
Page
473 (sequence 2)
Language
German
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Vücherschau.- 473 Pltit einigen wenigen öcbidjicn« fc(;l die Lasser den im Krieg gebliebenen jungen Di l;tcnt Georg Trakl und Hans Ehrenbaum- Degele und den: gesaUenen „blauen weiter" Franz Marc bleibende Denkmale. Wenige Seiten künden von der Tragödie ihres Spielgefährten Scnna Hoy, Prinz Soscba, der als Opfer der ersten russischen Revolution blieb, Sr war ihr, was Maxünin dem Stephan George. — Das letzte Gedicht des Buche S soll hier noch für die Dichterin Zeugnis ablcgen: Gebet. Ich suche allerlanden eine Stadt, Die einen Engel vor der Pforte hat. Ich trage iciucu großen Flügel Gebrochen schwer «nt Schulterblatt And in der Stirne seinen Stern als Siegel; And wand-le immer in die Rächt . . . Ich habe Liebe in die Welt gebracht, — x Da st blau zu blühen jedes Herz vermag, 7lnd h-ab ein Leben müde mich gemacht, In Gott gehüllt den dunklen Atemschlag. O Gott, schließ um mich deinen Mantel fest; Ich weist, ich bin im tt'nch-lglns der Rest. And wenn tt»cr letzt? Mersic') die Welt vergießt, Du mich nicht wieder aus der "Allmacht lässt And sich eilt neuer Erdball um mich schließt. (Sr. „Aon Aerv 2)ork nach Jerusalem nnö in die IDüftc", ein anregendes, hübsches Büchlein von Konsul a. D. Ar.-Th. P r e y e r, das in der Sammlung Allsteinscher Kriegsöücher erschien» könnte schon durch den Titel die Meinung erwecken, der Verfasser befasse sich auch irgendwie mit dem. Verhältnis der Inden z n Palästina, oder mit den Verhältnissen der Inden in Palästina. Das ist aber nicht der Fall. Bei Besprechung der Stimmungen, die Amerika zu Beginn und während des Krieges beherrschten, stellt der Verfasser fest, was ja bclannt genug' ist, dast 'der Amerikaner, dast insbesondere die lärmende Sttastenjngend »»offen mit den Englanden: und Franzosen sympathisierte". Den Deutschen waren „anher den DeutschMmcrikan.crn und Oeslerreichern nur die Juden und'Irländer wohlgesinnt", Wähnend aber die Begeisterung der Irländer schnell achlaute, blieben die „zn Hnnderttausenden in Amerika lebenden Juden sämtlich deutschfreundlich." Der Hauptgrund ist -»die unversöhnliche Feindschaft gegen Rußland''', das .Land der Judenverfolgungen. Beachtenswert ist allenfalls noch eine leicht hingeworfene Bemerkung auf Seite 133, danach scheint der Verfasser anzuuehmen» das; der Antisemitismus in Rumänien sich „gegen die — deutschsprechenden Inden" richtet» also wohl mehr gegen das Deutschtum als gegen das Judentum. Das gefällig und anziehend geschriebene Buch macht uns zu Begleitern des Verfassers auf seiner, au mannigfachen Eindrücken reichen Fahrt, zu Vertrauten seiner Betrachtungen, die in der Acbcrzenguug gipfeln, dast die „frühere Machtstellung Englands im Osten jetzt schon verloren, das Fundament des britischen Weltreichs untergraben" tfc —u. . „Ginöentschilirg und Juöenfrage", so nennt sich eine bei Erich Mallstes in Leipzig anonym erschienene kleine Schrift.. Sie gehört zn der bedenklicheren und gefährlicheren Iudenhci'?Literatur, die Durch den Anschein der Sachlichkeit, der Gerechtigkeit und des

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