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Im deutschen Reich · 1917-10-01 · Heft 10 (Oktober 1917) · p. 398

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
23 (1917)
Issue
Heft 10 (Oktober 1917)
Article
Jüdische Flieger im Kriege
Date
1917-10-01
Page
398 (sequence 2)
Language
German
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300 Jur Deutschen Reich, zurzeit in Prag. Gleichfalls mit dem Eisernen Kreuze 1. Klasse ausgezeichnet wurde der Sohn des bekannten Freiburger Arztes, des GeheinrraL Professor Dr. Nos in (dessen Name auchin der Iudenheit einen guten Klang hat), der Fliegerleutnant Dr. Franz Nosin, leider inzwischen am 4. Juni im Luftkampf gefallen. (Ein kühnes Bravourstück Rosins bildete den Gegenstand ausführlicher Berichterstattung.) Es ist also gar nicht nötig, sich an den Flieger.Wilhelm Frankl anzuklammern, der zwar die längste Zeit seines Lebens Jude war, um Jahre 1914 aber, kurz Vor Kriegsbeginn, sich taufen ließ, um als Flieger leichter Karriere zu machen. Frankl war eine Zeitlang der erfolgreichste Kampfflieger der deutschen Armee, er besiegte 19 Gegner und erhielt u. a. auch den Orden pour le merite. Er fiel im Lustkampf. Die Zahl der Flieger ist damit aber bei weitem nicht erschöpft. Von K. Cern hat z. B. Karl Fromm (Viadrinae-Darmstadt) sein Examen als Flugzeugführer bestanden und führt jetzt im Osten ein Großflugzeug. Beobachtungsoffizier bei der Feldluftschiffer-Abteilung 18 ist Leutnant Hermann Jonas, der das Eiserne Kreuz 1. Klasse erhielt. Lustschiffer ist Lt. MaxElia s, der auf Zeppelin IX. war. (Eisernes Kreuz 1. Klasse.) Bei den Luftschiffern finden wir noch weitere, von denen mir ein Dr. § ermann E I i a s ans Berlin und Leutnant Erich Eliel, Sohn des Stadtverordneten Eliel, Köln, in der Feldluftschifferabteilung Nr. 21, namhaft gemacht wurden. Verunglückt soll ein Dr. anher Sipptnann, Kriegsfreiwilliger der Dresden-Kaditzer LusLschiffer-Abteilung sein. Do. Lippmann war im Frieden Geschäftsführer der Gesellschaft zur Gründung eines Observatoriums in Oberhof. Ein verdienter Veteran der LufLschifserei, der 62 jährige alte Herr Paul Spiegel aus Chemnitz, trat als Kriegsfreiwilliger beim Königlichen bayerischen Luftschifferbataillon in München ein. Eine Reihe weiterer jüdischer Soldaten wurden mir im Flugwesen angegeben. Ein Flieger Fritz Koppel, Hans Rothschild- Göppingen, Erich L e w h , Kriegsfreiwilliger Unteroffizier, Sohn des Direktors Hugo Lewh-Berlin, Otto Cohn aus Fraustadt, Adolf Fechenbach aus Eilenburg, ausgezeichnet mit dem türkischen Halbmond, Lustschiffer Hugo B o r n st e i n aus Mannheim, Flieger Paul G o l d m a n n au§ der israelitischen Erziehungsanstalt Ahlem, lieber sie und viele andere konnte ich noch kein Material sammeln. Edgar Hirsch, ein ehemaliger Schüler der israelitischen Erziehungsanstalt Ahlem, im Frieden Elektro-Monteur in Walsrode i. d. Heide, trat gleich bei der Fliegerwaste ein. Er erhielt am 28. August 1915 bei Arras einen Schuß, der ihn zum Niedergehen zwang, wobei er sich ernstlich verlebte. Hirsch hatte in-

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