Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 23 (1917)
- Issue
- Heft 9 (September 1917)
- Article
- Glaube und Heimat
- Date
- 1917-09-01
- Page
- 351 (sequence 14)
- Language
- German
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Unsere Eblbafen uttfe die FuLeNfrAI^-- 351 Reihe, ttiemt Menschenwürdige Daseinsbedingungen dort an der Stellt an.der sie setzt leben, nicht in absehbarer Feit ge» schaffen werden können. An dem Ansammenwirken der Kräfte wird der richtige Weg gefunden werden. Insoweit es sich um die Wahrung der staatsbürgerlichen und gesellschaftlichen Stellung der Juden in Deutschland und um die Vertretung aller den deutschen Juden gemeinsamen Interessen handelt, haben wir im Zentralverein und ihn Verbände bereits bestehende Organisationen Daß Bodenheimers Auffassung, der Zentralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens treibe im wesentlichen Assimilationspolitik, nicht richtig ist, ergibt dessen Betätigung in der Schächtfrage, bei der Unterstützung der K,-C.-Verbindungen, der jüdischen Iugendvereine, der jüdischen Berufsberatung und in Zahllosen anderen Fragen, wo von Assimilation keine Rede ist. Bei der engen Verbindung zwischen Verband und Zentralverein wäre es auch ganz ausgeschlossen, daß hier eine andere Politik als dort getrieben wird. Für die Betätigung der Zionisten 1 zur Wiederbelebung des Judentums vorerst im deutschen Vaterlande und rückwirkend auf das gesamte Judentum stehen Verband >und Zentralverein offen. Introlts, naia etbic Dii sunt! Unsere Soldaten und die Fudenfrage. Eine Untersuchung von Rechtsanwalt Dr. Bruno Weil, Zurzeit Kanonier im Felde, Viele Untersuchungen und Betrachtungen politischer, wirtschaftlicher oder anderer Fragen allgemeinen Charakters, die sich mit ganzen Bevölkerungs- oder Berufsschichten befassen» kranken daran, daß das zu erfassende Objekt, die Masse, nicht in allen oder -auch nur den meisten ihrer Glieder erforschbar ist. Bestenfalls kann ein auf Durchschnittsbeobachtung beruhendes Bild gezeichnet werden. Wer die Lage der Kohlenarbeiter oder die Grundstimmung des sozialistischen Wählers oder die Stellung des gemeinen Mannes zur Friedensfrage ergründen will, ist, soweit nicht die Statistik abhikft, auf eigene oder fremde Beobachtungen an Einzelpersonen in größerer oder meist geringerer Zahl angewiesen. Auch solche an Teilobjekten vorgenomMenen Untersuchungen können ein zutreffendes Ergebnis haben. Sicher ist das nicht. Volkswirtschaftler, Politiker sind dazu, ebenso wie Gelehrte, vom Gegenstände ihrer Betrachtung sozial und kulturell meist recht weit entfernt. Es fehlt die innigere Berührung, die seelische Angleichung.