Mannheim
Compact Memory

Im deutschen Reich · 1917-06-01 · Heft 6 (Juni 1917) · p. 269

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Im deutschen Reich
Volume
23 (1917)
Issue
Heft 6 (Juni 1917)
Article
Bibelwissenschaftliche Irrungen - Eine Antwort auf Kittels "Judenfeindschaft oder Gotteslästerung"
Date
1917-06-01
Page
269 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2316602-2316864-2316870-2352264--27314-2352386
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Adressen der jüdischen FcldgüWHm. 269 zu fabeln, selbst an ben prophetischen Äußerungen zu mangels so wird ihm auch dort haarscharf gezeigt, daß Voreinamommen^ heit und nicht Forschungsdrang, den Stritito leitete. Versucht sich Kittel an der Bewertung der etbischen Grundgesetze des Alten Testaments, verzerrt er in seinem Gutachten willkürlich die biblischen Begriffe vom Fremdling, vom Nachbarn und Nächsten, bezeichnet er den Erwählungsgedanken, die erhabenen Heils- Wahrheiten und Ewigkeitslehren der Thora als unsittliche, volksreligiös niedrigstehende Aeußerungen Israels, sieht Kittel in den Weissagungen eines Jesaia, eines Jeremias Blutgier, Fremdenhaß und Nachlust, und zuguterletzt in der alttestamentlichen cum grano salis zu verstehenden Forderung „Auch um Auge" den Beweis der Blutrache und wüsten Volksleidenschaft, so wird ihm im Neubauerschen Buche mit glücklichstem Erfolge der zwingende Beweis des Gegenteils mit einer Wissenschaftlichkeit und überzeugenden Schärfe geführt, die die seinige turmhoch überragü Dabei legt Neubauer die Triebfeder des Kittelfchen Gebarens, soweit es Fragen des Alten Testaments betrifft, bloß. Es ist die altbekannte, der modernen Theologie fast zur fixen Idee gewordene These von der Superiorität des Christentums und der „Inferiorität" feiner „ältesten Rivalin" ^Herford), des Judentums. Das heißt die Verherrlichung der Tochter auf Kosten der Mutter. Und diese Voreingenommenheit, dieses Vorurteil der'Bibelforschung in klaren, einfachen Strichen bloßgelegt zu haben, ist das nicht genug anzuerkennende Verdienst des Verfassers jenes prächtigen Buches. —er. Adressen der jüdischen Feldgeistlichen. Rabbiner Dr. Chone, Deutsche Feldpost 260. „ Dr. Salomonski, Deutsche Feldpost 666. „ Dr. Lewin, Deutsche Feldpost 672. „ Dr. Wilde, A.-O.-K. 4. ,, Dr. Salzberger, Deutsche Feldpost 679. Dr. Klein, Armeerabbiner, Armee-Abt. C. Deutsche Feldpost 96. ,, Dr. Baerwald, Kommandantur Lille. ,, Dr. Italiener, A.-O.-K. 7, „ Dr. Sonderling, Deutsche Feldpost 689. ,, Dr. Sauger, Deutsche Feldpost 308. ,, Dr. Roseuack, Ober-Ost. ,, Dr. Baeck, Deutsche Feldpost 316. ,, Dr. Arthur Levi, Armeeabteilung Woyrsch. „ Dr. Sali Levy, Deutsche Feldpost 671

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.