Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 23 (1917)
- Issue
- Heft 4 (April 1917)
- Article
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- Date
- 1917-04-01
- Page
- 150 (sequence 2)
- Language
- German
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150 Im Deutschen Michländische^r Juden, von denen gesagt (twröV daß sie mit nur wenigen', ganz vereinzelten Ausnahmen eine Gehässigkeit gegen Deutschland an den Tag legen, die einer Steigerung kaum fähig sein dürste. Zum Beweise wird ein Briefwechsel mitgeteilt, den die Zionistische holländische Zeitung „De Iovdsche Wächter" mit einem antizionistischen und antideutschen Holländer jüdischen Glaubens und sephardischer, sogenannter portugiesischer Abstammung geführt hat. Der Briefschreiber drückt darin seine Verachtung gegenüber den „bewußten Mitläufern der bestialischen Moffenkultur" aus (darunter versteht er die zionistische Zeitung); er verachtet sie zehnmal mehr als die „Boches" selbst, die ja nichts dafür können, daß sie als solche geboren sind. Diese Aeußerungen eines Mannes, der nicht genannt wird, und der wahrscheinlich seiner Persönlichkeit, seiner gesellschaftlichen und geschäftlichen Stellung,, wie seiner Bildung nach nicht wert ist, daß man einen Augenblick an ihn verwendet^nimmt die Kölnische Zeitung zur Veranlassung, sich über den Anterschied zwischen den sogenannten portugiesischen und den sogenannten hochdeutschen Juden in Holland zu verbreiten, wobei tatsächlich falsche Angckben unterlaufen, ferner! darauf hinzuweisen, daß diese portugiesischen Juden französisiert sind und sich im Hast gegen Deutschland und die „Boches" von keinem Aationalfranzosen übertreffen lassen, daß aber auch das große Heer der jüdischen DiamanLschleifer in den Aeihen unserer Feinde steht. Daran knüpft sich eine Erörterung der Frage, warum gerade der mittlere jüdische Bürgerstand in Holland sH deutschfeindlich ist, und schließt mit der Feststellung, daß gerade Söhne von aus Deutschland eingewanderten Juden sich öffentlich in einer Weise aussprechen, die von Leuten vom Schlage Oppenheimer oder Feibelmanns, der beiden berüchtigten englischen Spitzel, kaum übertroffen werden könnte. Aeber die jüdischen Vertreter der Hochfinanz bewahrt man am besten ein tiefes Schweigen; diejenigen, deren Aamen auf deutsche Abkunft weisen, findig wahrlich nicht schuld daran, wenn man sie deutsche Juden nennt. Wenn wir deutschen Juden, und vor allem die Kölner Juden diesen Aufsatz der Kölnischen Zeitung als einen Faustschlag ins Gesicht betrachten, so müssen wir darauf gefaßt sein, daß uns die Kölnische Zeitung oder auch manche uns wohlwollenden Aichtjuden ganz erstaunt fragen, was wir denn Schlimmes und Äuzulässiges darin erblickten. Wan wird darauf Hinweisen, daß! in der Einleitung des Aufsatzes ja hervorgehoben ist, man könne natürlich bei der Beurteilung der Stimmung der öffentlichen Meinung für und gegen Deutschland nicht von einem konfessionellen Einteilungsgrund ausgehen; man habe auch hervorgehoben, daß die Mischen Diamantschleifer fast durchweg im sozialdemokratischen Lager stehen, und sich aus den unteren jüdischen Bevölkerungsschichten anwerben lassen. Die Schilderungen