Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 23 (1917)
- Issue
- Heft 3 (März 1917)
- Article
- Mitteilungen der Hauptstelle für Berufsberatung der Juden
- Date
- 1917-03-01
- Page
- 129 (sequence 5)
- Language
- German
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VereinsuachrichtLN. 129 in Mrbindung zu bringen, die sich bereits in dieser Laufbahn befinden und auf diese Weise persönliche Orientierung über alle Einzelheiten zu ennöglichen. Von diesen Einrichtungein der Hauptstelle ist in letzter Zeit bereits in einer Reihe von Fällen Gebrauch gemacht worden. Es ist ader erwünscht, daß dies noch viel häufiger geschieht und dasz insbesondere junge Leute, die sich um den Eintritt in die Veamtenlausbahn beworben haben, uns möglichst bald und ausführlich von dem Ergebnis, ihrer Bewerbung Mitteilung machen. Bereinsnachrichten. Ortsgruppe Görlitz. Am Sonntag, den 18. Februar fand in den Raumen der Viktoria-Loge eine Versammlung des Lenlralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen (Glaubens statt. Für den solchen Anstrengungen niä)t mehr geuxrchsenen Vorsitzenden, Herrn Iustizrat Ör. Höniger, leitete Herr Rabbiner Or. Berger die Versammlung. Rachdem dieser die sehr zahlreich erschienenen Mitglieder und Gaste wann begrüßt hatte, erteilte er Herrn Th. Wieruszowski das Wort zu seinem „Bericht über die am 4. Februar d. Is. in Berlin stattgefundcuen Generalversammlung". — Der pctv Referent, welcher als Vertreter unserer Ortsgruppe der Hauptversammlung beigewohnt hatte. Milderte in lebendiger und klarer Weise ihren Verlang so d«tz die Zuhörer sie gleichsam mitcrlebten. Besonders eingehend beri6>tete er über Punkt 4 der Tagesordnung: „Hauptstelle für Berufsberatung der Juden," empfahl sie eifriger Inanspruchnahme und wies auf die, auf dem Vor« standstische ausliegendeu, belehrenden Schriften darüber empfehlend hin. Die Versammlung spendete dem Herrn Vortragenden herzlichen Beifall, dein auch Herr Dr. Berger Albdruck verlieh. —■ Zu Punkt 3 der Tagesordnung teilte Herr Emil Kunz, der gemeinsam mit scinern Bruder Herr Heinr. Kunz das Amt der Kassierer seit vielen Jahren mit Eifer verwaltet und die beide sich nur Sie Sache des Vereins sehr verdient gemacht haben» — mit, daß Herr Iustizrat L)r. Höniger aus G e s u u d h e il s rücksichten sein Amt als Vorsitzender, und Herr Iustizrat Sommer wegen Äeberbürduttg in feinem Berufe das Amt als Schriftführer nicht weiter führen tonne. Er schlug unter Worten des Dankes für die ansscheidcudeu Herren anstatt des crsteren Herrn Rabbiner dr. Berger und für den letzteren Herrn Kaulor Gerling zur Wahl vor. Herr StüHnd erweiterte dlrsen Vorschlag dahin, Herrn Th. Wieruszowski als Zeichen besonderen Dantes für die Wärme, die er für die gute Sache des Eentralvcrcius an den Tag legt, mit in den Vorstand zu IvähLen, was allseitige freudige Zustimnrung fand. Es wurden also gewählt: HerrRcrbbiner I)r. Berger zum Vorsitzenden, Herr Th. Wieruszowsli zunr Stellvertreter, und Iustizrat Dr. Honiger als Beisitzer, Herr Heinrich Kunz als Kassierer und Herr Kantor Gerling als Schriftführer. — Mit warmen Worten empfahl Herr Kunz den noch außerhalb des Vereins stehenden den Beitritt, welcher Bitte vielfach entsprochen wurde; 15 neue Mitglieder wurden gewonnen. Die Ortsgruppe Halle hielt am 4. März ihre gut besuchte Hauptversammlung. Der stellvertretende Syndikus, Rechtsanwalt Erich Boehm-Verlin sprach über „Die Tätigkeit des Lentralver-