Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 23 (1917)
- Issue
- Heft 3 (März 1917)
- Article
- [Ohne Titel] / J. L.
- Date
- 1917-03-01
- Page
- 105 (sequence 6)
- Language
- German
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Die sechste Kriegsauleiffe. 105 entgegen, daß die Werbetätigkeit ihrer jugendlich-eifrigen Garden von Erfolg begleitet ist, sie schreibt diesen Erfolg aber nicht dem Werbe rtum, sondern der Kraft der zionistischen Idee zu.. Wöge ihr dieser Glaube erhalten bleiben. Bismarck erzählte einmal, Kaunitz, sei ein hervorragender Staatsmann und ein sehr schlechter Reiter gewesen. Auf seine Reitkunst bildete er sich aber mehr ein .als auf seine Staatsknnst. I. L. Die sechste Kriegsanleihe. Wie das wieder rauscht im deutschen Blätterwald! In Vers und Prosa hebt ein großes Werben an, ein Werben um die Gunst eines wichtigen Verbündeten in biefent Weltkriege, um die Gunst der gewaltigen Großmacht: Kapital. An unser gesundes Gefühl wie au unseren Verstand wenden sich die beredten, vaterlandbegcisterteu Lobredner der neuen Schatzanwcisungen und Schuldverschreibungen. .Mit guten Gründen und mit der wirksamen Berufung auf unsere besten Empfindungen wenden sich die freiwilligen Werber an uns alle und beu Lockpfeifen dieser Rattenfänger werden sie sicherlich gern, werden sie in Hellen Schaaren folgen, dir großen Geldkatzen! und die kleinen Raten-Zahlungen. Uns aber und unserer Zeitschrift bleibt die Mühe einer besonders eindringlichen Befürwortung, einer besonders wortreichen Empfehlung der neuen Kriegsanleihe erspart. Einen Acberzeugtcn mtttj mau nicht noch überzeugen wollen, einen Gläubigen nicht bekehren. Und daß die deutschen Staatsbürger jüdischen Glaubens auch dem Ruf des Reichsg eld marschalls willig, mit Aufbietung ihres bestell Könnens solgesn werden, das brauchen wir nicht erst zu betonen. Das zeigt der Verlauf der ersten fünf Anleihen, das lassen die ersten Stunden der neuen Anleihezeichnung deutlich erkennen. Die finanztechnischen Vorteile und Annehmlichkeiten der neuen, mit so mannigfachen Reizmitteln klug ausgestatteten. Kriegsanleihe brauchen wir hier nicht erst breit auseinander zu setzen. Für gute Rechner halten, als gute Rechner preisen auch unsere Gegner in allzu williger Ueberschätzung die Iudem. Und das Gefühlsmoment? Das vaterländische Empfinden? Die Opferwilligkeit angesichts des schweren DaseiMkanrpfes,. der uns aufgezwungen wurde? hier darf man erst recht nicht an unserer fteudigen Bereitwilligkeit zweifeln, mit allem Können in den Dienft des Reiches uns zu stellen. Wie? So willig hätten wir unsere blühende, hoffnungsvolle Jugend ins Feld gesaindt und sollten mit dem Mammon geizen? In Strömen sollten wir das Herzblut hin-