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Im deutschen Reich · 1917-01-01 · Heft 1 (Januar 1917) · p. 29

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
23 (1917)
Issue
Heft 1 (Januar 1917)
Article
Aus Heilbronn
Date
1917-01-01
Page
29 (sequence 3)
Language
German
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Korrespondenzen. 29 genehme Bestätigung. Der Artikel galt gar ni^t den Juden, wildern eben solchen' S L et m m 1 i s <l> b rüde r n , die vom sicheren Port des runden Tisches aus ihre Biergesinnungen verbreiten. IüSischc polizcrbcainte in Nlarschau. Die Warschairer Juden haben sicl) an den Gcncralgouverneur mit dem Ersuchen gewandt, einige jüdische Polizeibeanlte anzisitellen. Da die jelstgen Polizei» augestclltcn kein Jüdisch verstehen» ist es wiederholt zu llnzu- LrÜ gl ich leiten gekommen. Der jüdische Einfluß in der russischen presse. Der vom russischen Minister des Innern Protopopow gegründete Zeitungsvertag wurde vom Ministerrate bestätigt. Die Firma wurde jedoch voir der Regierung gezwungen, in die Statuten den Passus auf» zunehmen, das; Personen jüdischen Glaubens nur die Aktienminderheit besitzen dürfen. Die Regierung begründete düste Forderung mit der geplanten Ausmerzung des jüdischer: Einflusses in der Presse. „Die deutschen Juden nach dem Kriege". 11 cl>cr dieses Thema sprach jüngst im „Bayerischen Hof", auf Veranlassung des Vereins für jüdische Geschichte mib Literatur — dcr^ wie der Vorsitzende Rabbiner Ilr. Werner in seinen einleitenden Woi'ten mitteilte, in das 22. Jahr seines Bestehens ciutritt — Professor Ad. Koch aus Heidelberg. Der Vortrag hatte folgenden Emdanlongang: Majlchert Stiurrnungen gegenüber, die in dieser Feit zuweilen in der öffentlichen 'Meinung emportauchcn mrd sich argwöhnisch gegen den deutschen Juden richten, tut diesem Selbstbesinnung und S e l b stb e h a u p t n n g not. Aus der Bewußtheit des eigenen Deutschtums erwächst ihm die Aufgabe, über die Reiuerhaltuug der deutschen Sprache in Wort und Schrift — cs ist dies besonders die Pflicht der jüdischen Schriftsteller und der jüdischen Presse, zu wachen, jedes fremdländische Ge ist reiche ln von der Sprache, die des deutschen Juden Muttersprache ist» fern-< zuhalten. Ferner mache er sich zur Pflicht die Ausschaltung parteipolitischer Rücksichten, bei der Behandlung rein vaterländischer Fragen» und strenge Zurückhaltung lege er sich auf in den Angelegenheiten der christlichem Bekenntnisse. Mit dem freudigen Bewußtsein der innigen Zugehörigkeit zum deutschen Wesen solle aber der Stolz auf die Zugehörigkeit zur Iudenheit verbunden, sein. Ebenso darf nicht aufhören das unablässige Ringen umt die schwer zu erlangende volle Gleichberechtigung. Eine gute Vorbedeutung ist es, daß das Schicksal in der Äufrollung der ost-i jüdischen Frage den Deutschen und den deutschen Juden die gemeinsame Aufgabe zugeteilt hat, an der Befreiung der polnischen Juden und ihrer Erziehung zur Freiheit zu arbeiten. Mit Worten vaterländischer Begeisterung schloß der Vortragende^ Aus Skandinavien. Hilfskomitee der dänischen Fudern Laut dem Bericht des dänisch-jüdischen Hilfskomitees für die notleidenden Juden in den kriegführenden Ländern wurden im' ganzen ungefähr 31000 Kr. gesammelt. Davon wurden nach Petrograd MO Kr., nach Wien '5280 Kr.» nach Palästina £500 Kr. geschickt. Für hebräische und jüdische Bücher für die russischen Kriegsgefangenen wurden 2000 Kr. verwendet. Rach Galizien wurde für £087 Kr. und nach Warschau für 7908 Kr. kondensierte Milch geschickt, an verschiedene Gefangenenlager wurden 81£ Kr. verteilt. (Kopenhagener Hilfskomitee der ausländischen Juden.) In letzter Zert wurden folgende Summen abgeschickt: Für die notleidenden Juden in Serbien 605 Kr., nach Grodno 1500 Kk., nach Vialystvck 1500 Kr., für die notleidenden russischen Juden

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