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Im deutschen Reich · 1916-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1916) · p. 123

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
22 (1916)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1916)
Article
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Date
1916-05-01
Page
123 (sequence 2)
Language
German
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Vereinsttachrichten. 123 dem jüdischen Friedhof Stolzenberg Herr Fnstizrat L. Stern« Hardt in Danzig, ein bewahrtes Mitglied des Danziger Ortsgruppenvorstandes des Centralvereins', zur letzten Ruhe gebettet. Herr Rabbiner Dr. Kaelter hob Ln der Trauerrede hervor, was nllt der Familie des Heimgegangenen auch die Stadt Danzig, die jüdische Gemeinde und große jüdische Organisationen, der Verband der Deutschen Juden, der DeuLsch-IsxaeliLische Gemeindebund, der Verein für jüdische Geschichte und Literatur an diesem hingebungsvollen Mitarbeiter verlieren. Was er in sechzehnjähriger Tätigkeit dem Eentralverein geleistet hat, wird unvergessen bleiben. # — In dem Vorstand der Deutschen pharmazeutischen Gesellschaft hat der am 6. Rlärz^ d. I. auf dem jüdischen Friedhof irr Weißensee bestattete Chemiker Or. Felrx Gold mann in Berlin als Schriftführer und Redakteur der ,»Berichte der Gesellschaft" mehrere Jahrzehnte hindurch eine angesehene Stellung eingenommen. Die Gesellschaft ließ die ihm von dem Vorsitzenden gewidmete Gedächtnisrede im Sonderabdruck ihren Mitglieder zugehen. Einen dieser Albdrücke, den wir unserem Mitgliede, Herrn Oberstabsarzt Dr. Carl G o I b m a n n , dem Vruder des Verstorbenen, verdanken, entnehmen wir folgende Sätze: „Wenn die Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft in glücklicher Weise die Apotheker und die Vertreter der pharmazeutischen Groß°Industrie dahin gebracht hat, sich gegenseitig freiwillig zu unterstützen und zu fördern, so muß anerkennend hervorgehoben werden, daß an diesem erfreulichen und hoffentlich dauernden Zustande die Tätigkeit Goldmanus einen hervorragenden Anteil hatte. Sein Wirken war ein vielseitiges und segensreiches, vorbildlich sein Fleiß, seine Tatkraft, seine Verläßlichkeit, sein« Treue." * — Kriegsopfer. Am 11. April d. I. ist in Feindesland der Oberstabsarzt am Lazarett von Doua.i, Dr. G u st a v R u d o l p h - son, Ritter des Eisernen Nweuzes, im 54. Lebensjahre einer Blutvergiftung erlegen, die er sich bei der Behandlung Verwundeter Zugezogen hatte. 1829 hatte er sich in Aaugard als Arzt niedergelassen; dort trat er am 30. März 1894 unserem Centralverern als Mitglied bei, dem er also z^vanzrg Fahre angehört hat. In den letzten Jahren war der Dahmgeschiedene ui Frohnau wohnhaft. — Ein jugendliches Mitglied der Bamberger Ortsgruppe des Lentralvereins, der einzige Sohn des Kaufmanns. Rlar Ehrlich, Fritz Ehr«!ich, wurde am 2. Ädar d. I. auf dem jüdischen Friedhof Ln Bamberg im Krieger-Ehrengrab beigcjetzt. Vor seinem Ausmarsch halt« er seine Eltern gebeten, falls er den Heldentod sterben sollte, ein« Stiftung von 20 00Q t32l. für bedürftige Hinterbliebene gefallene« Krieger ohne Anterschied der Konfession zu errichten« Der Bürgermeister Wächter, der die Erfüllung dieser Stiftung im Magistrats» kollegium bekanntgegeben hatte, wohnte mit Mitgliedern der btwm städtischen Kollegien der Beerdigung des wackren Kriegers bei, dessen edle Gesinnung Rabbiner Dr. Eckstein in der Grabrede Lervorhod,

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