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Im deutschen Reich · 1916-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1916) · p. 20

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
22 (1916)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1916)
Article
Die Flüchtlingsfürsorge in den jüdischen Gemeinden
Date
1916-01-01
Page
20 (sequence 3)
Language
German
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20 Ink Deutschen 9\cid>. zwischen 100 und 150 Personen. Die Mittel für/Unterkunft und Verpflegung entnahm der Verein in der Kiücgszeit zum Teil den eigenen Beständen, zum größten Teil sind fic 'ooit Wohltätern gespendet worden. Eine größere -monatliche lln!erstützllng steuerte die Jüdische Jemeinde, einen Betrag von der Magistrat der Stadl Berlin bei. Die InO.sch: Ecrneinoe Berlin-gewährte'durch ihre Krie g's hi t fs k v rn m L s s i o n Barunterstutzungcn und schuf Einrichtungen, die wie die Aäbstttben, Bürgerküche usw. den indischen Flüchtlingen aus Ostpreußen reichlichzugute gekommen sind. Einercge hitfstätigkeit entfalteten die B n e B r i t h Loge n und ihr Fraue iu verein in Berlin. ‘21,113 Logenmitteln und Freiwilligen Gaben wurde ein erheblicher Betrag"aufgebracht; vor allem wuröe versucht, den Flüchtlingen Arbeit und Erwerb zu schassen. In der Kriegsspeijaanstatt' der Toynbeehalle wurden zeitweise mehrere hundert Personen. darunter zahlreiche Flüchtlinge, rituell verpflegt. Alle von den Logen für die Flüchtlinge getroffenen Beranstallungen. wie gesellige Zusammenkünfte, Vortragsverlammlunc.cn usw. wurden dankbar, ausgenommen. In engerem Böhmen und kleinerem Matz» stabe, im wesentlichen (wer in derselben Weise, ist den jüdischen Flüchtlingen auch in anderen Gemeinden hch'e gebracht worden. ' Die ostprentzischen Inden lwbcu gemeinsam mit alten Bewohnern -der Provinz harte Zeiten durchlebt. Irr inniger heimatsliebe, doppelt eng verbunden durch gemeinsam getragenes Leid, erhoffen sie nach siegreichem Kriege glückliche friedliche Entwickln n g u n s e r c s V a t e r l a n d e <3 und unserer Provinz, und Erstarkung des religiösen Sinnes in ihren neu anfblühendH». Gemeinden/ & Deutschland und die Ostjudenfrage?) Bon Dr. Kurt Alexander- Berlin. Eine Erwiderung. Es ist nur natürlich, daß der gewaltige Krieg, welcher Europeus alternden Leib nun schon seit mehr als einem Jahre auf das schwerste erschüttert und in seiner Glut, wie in dem Feuer einer Riesenrctorte eilt neues Europa zu schmieden beginnt, unsere Blicke ganz besonders nach dem Osten richten mußte. Die Frage der Gestaltung des Schicksals Rußlands, des Landes der unbegrenzten Möglichkeiten, mutz für jeden, der überi>cn Lag hinaus denkt und geschichtliche Zusammenhänge zu erfassen sucht, von größtem Interesse sein. .Obdiese furchtbare Last mit ihrer mittelalterlich reaktionären Gebundenheit weiter auf Deutschlands Grenzen drückt, ob Rußland auch ferner ein ewiger Hemmschuh für das Rad des inneren Fortschritts in Deutschland sein und durch seine Existenz eine ständig wachsende Bedrohung der deutschen Kultur und freiheitlichen Entwicklung bedeuten soll, das sind die wichtigsten Existenzfragen Deutschlands. Nie zuvor hat diese Tatsache uns . ■ * Der von Herrn 'Rabbiner Dr. Goldmann im vorigen hefte dieser Zeitschrift veröffentlichte Artikel „Deutschland und die Ostjudenfrage" betrifft ein Thema, das hohes Interesse verdient. Wir haben den genannten Artikel deshalb ausgenommen und lassen aus demselben Grunde auch widersprechende Anschauungen zu Gehör kommen, ohne irgendwie der einen oder der anderen Richtung gegenüber unsere'Stellungnahme festzulegen. Die Redaktion."

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