Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 21 (1915)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1915)
- Article
- Innere Mission
- Date
- 1915-03-01
- Page
- 70 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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Im deutschen Reich. AZ verheißt mit Sicherheit, daß deutsche Kraft unddeutscher Seist siegreich aus dem Wettkampf hervorgehen werden; denn „das Liecht ist bei Sott", und Gott wird das Recht Deutschlands zum Siege bringen. Wir entzünden jetzt im Geiste das fünfte Licht des Abends und preisen Gott, der in der Geschichte der Makkabäer und in allen Zeiten uns offenbart bat, daß eile KulturW.ier nich. untergehenwenn sie sich selbst treu bleiben. Deutschland bleibt |einen Idealen treu, Deutschland hat der Welt noch Viel zu sagen, Deutschland kann und wird nicht untergehen. Es gehört mit zur inneren Mission unserer Zeit, uns in diesem starken, berechtigten Selbstvertrauen zu festigen. Rehmen wir diese Zuversicht mit für alle Zeiten. Wir sind am Schlüsse des Vortrags. Die fünf Weihelichter des heutigen Abends haben unsere Seele erleuchtet, und uns die fünf Wahrheiten gezeigt, die nufere Zeit über den Sinn des Lebens, des Leidens und des Sterbens, über das religiöse und kriegerische Empfinden, über das Wesen der Kultur, über, die Kraft der Volksseele und über unser Recht auf den Sieg offenbart. Wir haben erkannt, wie all diese Lehren unserer großen Zeit mit den Srundlchren des Judentums zusammenstimmen. Wenn die Priester ihres Amtes im Heiligtum treu gewaltet, dann beteten sie zum Schlüsse: „Wir haben getan, was unseres Amtes ist, jetzt möge Sott von den Höhen herniederschauen und uns des Segens Fülle spenden!" Das Vaterland ist ein Heiligtum; jeder von uns ein Priester an seiner Stelle, der freudig alles diesem Heiligtum opfert: der Soldat iw Felde, umgürtet mit dem starken Schwert, der Bürger in der Heimat, erfüllt von hingebender Opferfreudigkeit, alle wollen jetzt das Vaterland, das ist das Heiligtum, behüten. Wir werden weiter mit unerschütterlicher Zuversicht alles tun, was die schwere Zeit von uns verlangt, damit wir auch das Recht haben, zu beten: Herr, wir tun das Ansere, tue du das Deine in deiner Gnade, denn gerecht bist Du und gerecht unser Kamps. Als Deutsche treu bis zum Tode dem Vaterlande, als Juden treu bis zum Tode dem Glauben, beten wir, wie wir nur beten können: Sott schütze König und Vaterland! Gott schütze Kaiser und Reich!