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Im deutschen Reich · 1914-10-01 · Heft 10-12 (Oktober 1914) · p. 388

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
20 (1914)
Issue
Heft 10-12 (Oktober 1914)
Article
[Ohne Titel] / E. B.
Date
1914-10-01
Page
388 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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388 Im deutschen Reich, Feldpost-Briefe. I. Den 21. September. Meine lieben, lieben Eltern! Wie meine Gedanken am gestrigen Abend bei Euch waren, um Euch meine aufrichtigen Glück- und Segenswünsche für das neue Jahr zu bringen, so waren es wohl auch die Euren. Ich weiß nicht, wie es mir gegangen wäre, wenn nicht der rettende Engel in Gestalt des Feldpredigers Herrn Dr. Emil £., Charlottenburg — den ich ja bon Herrn M. her kenne —, gekommen wäre und uns im kleinen Kreise — zwei Unteroffiziere und ein Mann von uns, zwei Unteroffiziere vom Div.-Brücken-Train — einen, wenn auch nicht religiösen, so doch familiären Rosch-haschonoh-Abend verschafft hätte. So ging es aber recht gutl. Wir haben gemütlich eineinhalb Stunde uns unterhalten, haben natürlich am meisten vom Krieg gesprochen. Herr Dr. L., der erst am vorhergehenden Sonntag Berlin verlassen hat, hat uns berichtet, wie es zu Hause steht. Wir haben uns gefreut, daß zu Hause alles in Ordnung ist, daß Deutschlands finanzielle und wirtschaftliche Rüstung sich ebenso glänzend bewährt wie seine militärische. And wir. sind weggegangen, froh und munter und haben wohl auch etwas Gottgefälliges getan; denn sonst wäre uns nicht so leicht ums Herz gewesen. Ich will noch sagen, daß Uns Herr Dr. L. Liebesgaben in Form einer Kiste Zigarren und Schokolade verehrte; ich konnte für jeden ein Glas guten alten Rotwein aus meiner Feldflasche spenden, von dem ich gestern ein ganzes Faß für meinen Zug in einer Weinhandlung requiriert hatte. Aeberhaupt möchte ich das ausdrücklich schreiben, Aeberfluß haben wir an Geld — ganz nutzlos — Wein, auch Sekt. . . Für alle Eure Sendungen danke ich Euch recht, recht sehr. Besonders gefreut habe ich mich, über die Sendungen von Z. und A. Ich bitte Euch recht sehr, nicht auf den Kostenpunkt zu achten, da ich hier zweifellos verhältnismäßig viel Geld übrig habe. Besitzstand . . . und monatliche Löhnung . . die ich mich weiter

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