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Im deutschen Reich · 1914-04-01 · Heft 4 (April 1914) · p. 167

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
20 (1914)
Issue
Heft 4 (April 1914)
Article
Ansprache des Herrn Rechtsanwalt Dr. Ludwig Holländer, Berlin
Date
1914-04-01
Page
167 (sequence 7)
Language
German
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K. C.-Feier in Frankfurt a. M. am 1. März 1914. 167 nett un§ nichts anhaben, wenn wir so an uns arbeiten, wenn wir so dem Vaterlande dienen. Wenn ich Sie nun ausfordere, einen urkräftigen Salamander aus das Wohl unseres deutschen Vaterlandes und seines Herrschers, Seiner Majestät des deutschen Kaisers, zu reiben, so tun Sie es, indem ich Ihnen als unser Programm das zu Gemüte führe, was in einem Gedicht von Jacob Löwen b erg in folgenden Zeilen ausgesprochen wird: „And schallt es nun aus Red' und Schriften: „Du Fremdling fort, was suchst du hier?" Das Leben könnt ihr mir vergiften, Rein bleibt und treu die Seele mir. Ihr könnt mir das Gefühl nicht rauben, Das freudigstolz die Brust mir schwellt; Trotz euer: Deutschland über alles, Ja, über alles in der Welt!" Ein donnernder Salamander auf Vaterland und Kaiser folgte, und die kraftdurchftrömte Huldigung klang aus in dem von der Versammlung begeisternngsvoll gesungenen „Deutschland, Deutschland über alles". Nun aber der Höhepunkt des Abends. Der Reichtstagsäbgeordnete Haas ergreift das Wort. Mit Spannung erwartet, gibt seine Rede so deutlich und so überzeugend die inneren Empfindungen einer in sich geschlossenen Persönlichkeit wieder, die sich bewußt ist, ein gut Teil ihres Wesens und ihres Wertes der Zugehörigkeit zum K. C. zu verdanken. In schlichter Form treten die Worte uns entgegen, und innig ergreifen sie all die Herzen, die höher schlagen, den Gedanken und Empfindungen des Redners entgegen. Der Reichstagsabgeordnete Stadtrat Dr. gaas hält die sogenannte Tendenzrede. Hier folgt sie: „Es sind jetzt wohl etwa 23—30 Jahre, daß die Aelteren von uns Student geworden sind, und mögen diese und möchte auch die ganze Jugend unter uns behaupten, die Studentenzeit sei die schönste Zeit des Lebens, so sage ich, sie war schön, aber als spater die Arbeit des Berufes und der Kampf des Lebens begonnen hatten, da ist das Leben noch schöner geworden. And ich sage den Jungen: Wenn einer der Aelteren Euch sagt, die Studentenzeit sei die schönste Zeit, dann sollt Ihr ihm nicht glauben, sondern Ihr sollt überzeugt sein, daß noch bessere und stärkere Zeiten in Eurem Leben kommen. Ich meine, Ihr Jungen, eines sollt Ihr besonders beherzigen. Sorget dafür, daß der Grund Eures Lebens stark bleibt und vor allem, werdet um alles in der Welt keine Streber und verkaufet Euer Leben nicht um irgendwelche Kleinigkeiten und Nichtigkeiten. Aber wenn ich das sage, so meine ich doch,

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