Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 20 (1914)
- Issue
- Heft 4 (April 1914)
- Article
- K. C.-Feier in Frankfurt a. M. am 1. März 1914
- Date
- 1914-04-01
- Page
- 161 (sequence 3)
- Language
- German
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K. C.-Feier in Frankfurt a. M. aur 1. März 1914. 161 Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens begrüßt wurden als derjenigen Organisation des deutschen Judentums, die in der inneren Erfassung der kampfbereit vertretenen Ideen, sowie durch die große Fülle persönlicher Beziehungen so eng mit dem K. L. verknüpft ist. Gerade auch die große Zahl der K. C. er, die in den Reihen der deutschen Bne-Briß-Logen vielfach führend wirksam ist, gab die Veranlassung und Gelegenheit, den Vertreter der „Frankfurt-Loge" herzlichst willkommen zu heißen. In gleichem Sinne wurden auch die Herren von dem Frankfurter jüdischen Iugendverein „Montesiore" freundlichst begrüßt. „Und nun zu Euch, liebe Kartellbrüder", hieß es dann zum Schluß, „die Ihr zum größten Teil aus weiter Ferne hierher geeilt seid, um den heutigen Abend festlich zu gestalten. Ihr seid gekommen, hoch vom Norden, von der Wasserkante, wie von Bayerns Hochgebirgen. Ihr seid erschienen vom fernen Oberschlesien wie vom Lande um Zabern. Ihr seid erschienen aus allen Teilen des Reiches und darüber hinaus. Nicht als unsere Gäste begrüßen wir Euchsondern als Zeugen der« Disziplin, als Zeugen der Opferwilligkeit, die in unseren Reihen allezeit gang und gäbe waren, heißen wir Euch in Frankfurt herzlich, dreimal herzlich, willkommen." Ein von den anwesenden K. E. ern mit größter Verve auf das Wohl aller Gaste geriebener Salamander gab diesen. Begrüßungsworten einen markigen Abschluß. Nach dieser Einleitung traten in den groß angelegten Reden der drei folgenden im Namen und im Aufträge des K. C. sprechenden Herren die Hauptmomente des so bedeutungsvollen Abends hervor. Zuerst die wuchtige, von einem edlen Pathos und starkem rhetorischen Schwung getragene Ansprache des Herrn Rechtsanwalt Dr. Ludwig Holländer- Berlin- Syndikus des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens. Er wandte sich an d> Festversammlung mit etwa folgenden Worten: Auf das Vaterland und seinen Herrscher soll ich sprechen. Ich soll sprechen vom Standpunkt der hier versammelten jungen akademischen Welt, vom Standpunkt des K. C. Dieser Standpunkt bietet nichts schwieriges. Er ist gegeben durch unsere Entstehungsgeschichte, ausgebaut in unserem Programm, vollendet in unserer Erziehung. Ich sage, er ist gegeben in unserer Entstehungsgeschichte. Die älteste Verbindung im K. C., die V i a d r i n a in Breslau, entstand nicht allzu lange nach den Tagen, in denen einer der größten Männer unter den Juden des 20. Jahrhunderts, dessen naher Verwandter in unserer Mitte weilt, und den wir zu den unsrigen zählen dürfen —, nämlich Moritz Lazarus, in