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Im deutschen Reich · 1914-02-01 · Heft 2 (Februar 1914) · p. 91

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
20 (1914)
Issue
Heft 2 (Februar 1914)
Article
Der Lehrerverbandstag in Breslau vom 28. - 30. Dezember 1913
Date
1914-02-01
Page
91 (sequence 3)
Language
German
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Vermischtes 91 t li it g seines b i S h e r i g e n V e x h a l t it i f) c § z n m D. I. G. B. für n o t w e n d i g und beschließt darum, auf die Subvention seitens d e s D. I. G. B. zu verzichten. Der Verband it i m m t K eunt n i s davon, daß de r D. I. G. B. auf die Entsendung eines Vertreters in den g e s ch ä f t s f ü h r e n d e n Ausschuß des Le h r e r ve r - bandes verzichtet hat. Der L e h r e r v e r b a n d erklärt sich bereit, zur Förderung der gemeinsamen Interessen mit de m D. I. G. B. in Arbeitsgemeinschaft zu bleiben und beauftragt den Ehrenvorsitzenden und den Vorsitzenden des Verbandes, darüber mit dem Ausschuß des D. I. G. B. i n V e r h a n d l u n g zu trete n. Rothschild-Achim regt die Gründung je eines Erholungsheims für jüdische Lehrer an der See und im Gebirge an. Ferner schlägt er als Verbandsthema für die nächste Periode vor: Gründung von Volksschulen auch in kleineren und m i t t l er e n Städten. Um diese Begründung in die Tat umzusetzen, ist es erforderlich, so führt er aus, daß wir die Landflucht bekämpfen, vielmehr das flache Land wieder besiedeln. Zwecks Sammlung und Sichtung des einschlägigen Materials über Ansiedlungsmöglichkeiten, Niederlassungsgelegenheiten, Rentabilität der zu begründenden Betriebe landwirtschaftlicher, handwerklicher und industrieller Art, beantragt er die Bildung einer Gruppe innerhalb der Verbandes, bestehend aus einer Anzahl sich freiwillig meldender Mitglieder jedes Vereins, die Verständnis für die Materie und Lust zur Mitarbeit haben. Diese Gruppe ist durch Hinzuziehung von Interessenten aus anderen Berufskreisen zu erweitern. Auf dieser breiten Basis kann das große Werk erstehen. Die gesamte deutsche Judenheit muß in gleicher Weise für diese Frage interessiert und Versuche müssen an verschiedenen Orten gemacht werden. Gelingt uns der Plan nicht, dann müssen wir allmählich mit der Auflösung des jüdischen Lehrerstandes rechnen und mit allen uns zu Gebote stehenden Mitteln die Schließung der Seminare erzwingen, weil wir keine Religionslehrer ausbilden lassen wollen für Stellen, die mit 600—1000 M. dotiert sind. Die Volksschule, als die einzige Institution, in welcher uns volle Gleichberechtigung zuerkannt ist, muß das erstrebenswerte Ziel aller Verbände bleiben. Wir wollen auf eine Besserung der Verhältnisse hoffen und an der Herbeiführung nach Kräften Mitarbeiten. Zum Schluß referieren nocb Herr M a n n h e i m e r - Graudenz über Normalvertag und Schiedsgerichte und Herr P e ri tz - Königsberg über Angestelltenversicherung. Am Ende der Tagung spricht Herr Auerbach -Berlin dem Verbandsvorstande, insbesondere Herrn Rektor Ferner für seine aufopfernde Tätigkeit in der letzten Verbandsperiode und für seine umsichtige objektive Leitung des 6. Verbaudstages den Dank der Versammlung aus, der in ein begeistertes Hoch aus den Verbandsvorstand aus klingt. Ein Teil der Delegierten folgte am Mittwoch der Einladung zu einem Ausfluge ins Riesengebirge, der die Teilnehmer in hohem Maße befriedigte.

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