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Im deutschen Reich · 1914-02-01 · Heft 2 (Februar 1914) · p. 77

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
20 (1914)
Issue
Heft 2 (Februar 1914)
Article
[Ohne Titel]
Date
1914-02-01
Page
77 (sequence 3)
Language
German
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Vereinfach richten. 77 und zwar sprach er am 7. Dezember in Gleiwitz über: „Abwehr und Lin kehr — Zeit- und Streitfrage n", am 8. in Kattowitz über: „K a mp f der Juden um ihre wirisch a f L l i ch e Existenz", am 9. in Königshütte und am 10. in R a L i b o r über dasselbe Thema, am 11. in Zabrze und am 13. in Oppeln über: „Zeitbilder zur Juden frage". In den Versammlungen zu Gleiwitz, Königshütte und Ratibor hielt Herr Rabbiner Dr. G o l d m an n - Oppeln im Namen des Lundesverbandsvorstandes Ansprachen. Sämtliche Versammlungen waren gut besucht. Sie brachten zahlreiche Beitrittserklärungen und erhebliche Erhöhungen von Beiträgen. In den übrigen oberschlesischen Ortsgruppen finden Versammlungen im Februar Natt. — In der von der Ortsgruppe Kön kg s Hütte am 9 Dezember veranstalteten Lentralvereins-Versammlung wurde der bisherige Gruppenvorstand vuedergewählt. Er setzt sich aus folgenden Herren zusammen: 1. Vorsitzender Iustizrat Berger, 2. Vorsitzender Rabbiner Dr. Goldschmidt, (Schriftführer Moritz Tsichauer, Kassierer Bankvorsteher Liedrecht, Beisitzer: Ludwig Brock, Iustizrat KostenNtz, Bernhard Lomnitz und Dr. Steinhardt. Vertrauensma. n für- Autonienhütte ist: h. Frohäch, für Bismarckhütte und Schwientochlowitz: Louis Goldstein und für Lipine Max Salinger. — In der Ortsgruppe Ingelheim hat am 14. Dezember unter dem Vorsitz des Herrn Referendar Otto Reumann in Ober-Ingelheim eine zahlreich besuchte Eentralvereinsversammlung stattgefunden, in der Herr Oberlehrer Dr. L o r g e in einem mit großem Beifall aufgenommenen Vortrage das Thema „Lessing, ein Heros der Toleranz" behandelte. In der sich anschließenden Diskussion betonte der Vorsitzende, dast der Eentralverein bei der Bekämpfung der antisemitischen Auswüchse dem Ideal der wahren Toleranz zustrebe, die den Frieden aller Konfessionen verbürge. Herr Moritz Mayer, Gau-Algesheim, bezeichnete es als eine Aufgabe des Centralvereins) gerade auf dem Lande über die sittliche und kulturelle Bedeutung des Judentums durch Vorträge Aufklärung zu schaffen. — Die Ortsgruppe Königsberg i. Pr. hielt am 16. Dezember ihre Generalversammlung ab, die von dem Vorsitzenden Prof. 1)r. Falkenheim mit der Erstattung des Jahresberichts eröffnet wurde. Bei der darauf vorgenommenen Vorstandswahl wurde der bisherige Vorstand wiedergewählt und neu hinzugewählt Herr Kaufmann Lohse. Alsdann hielt Herr Rechtsanwalt Dr. Kahane einen Vortrag über „Probleme des C e n t r a l v e r e i n s". Der Vortragende ging von den grundlegenden Tendenzen des Centralvereins ans, welche die Sammlung aller deutschen Juden zur Wahrung ihrer Rechte in Staat und Gesellschaft erstreben, und legte dar, welche Fülle von Aufgaben mit der Verwirklichung dieser Ziele verknüpft sei. Der Redner wies dabei darauf hin, daß in dem Kampfe um die Gleichberechtigung eine wirksame Waffe eine gesunde und dem Bevölkerungsanteil entsprechende Verteilung der deutschen Juden ans die einzelnen ihnen zugänglichen Berufe bilden müsse. Das zweite, mit der erörterten Aufgabe eug zusammenhängende Problem sei die Erziehung der Jugend im Sinne der Bestrebungen des Centralvereins. Die Jugend dürfe nicht den Kämpf aufgeben, wenn der Versuch gemacht würde, sie aus Vereinigungen aller Art zu verdrängen. Bestrebungen, wie die des Hammerbundes im Verein mit der Führerzeitung der Wandervogel-Vereinigungen,

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