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Im deutschen Reich · 1914-02-01 · Heft 2 (Februar 1914) · p. 67

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
20 (1914)
Issue
Heft 2 (Februar 1914)
Article
Ein württembergischer Judenrevers aus alter Zeit
Date
1914-02-01
Page
67 (sequence 4)
Language
German
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Korrespondenzen. 67 in einem ober mehr Articnl, so in diesem Brief begriffen, handlen, das sie uns nach Gestalt der Verwirkung an Leib oder Gut unverhindert maenniglichs nach ihrem Gefallen strafen sollen und moegen. In Arkund geb ich Salomon Iud gegen ihrem Brief diesen Revers, mit meinem hiefür gedruckten Petschaft besigelt und eigner Hand unterzeichnet. Obige, im Stadtarchiv zu Alm niedergelegte Urkunde") gibt ein betrübendes Bfld von den Widerwärtigkeiten, mit denen selbst ein so angesehener Arzt wie Salomon seines jüdischen Glaubens wegen in damaliger Zeit zu kämpfen hatte. Ausgestattet mit kaiserlichen Privilegien, mit Zeugnissen von Fürsten und Kurfürsten mußte dieser weitgesuchte Arzt, dessen Praxis sich später über das ganze Württemberger Land erstreckt haben soll, sich zur Unterzeichnung eines so demütigenden Reverses bequemen, um bei dem hochmögenden Rat der Reichsstadt Eßlingen Gnade für seine Riederlassung zu finden. vr. H. Korrespondenzen. X Berlin, 27. Januar. Gegen de n Austritt aus dem Judentum. In der letzten Sitzung des geschäftsführenden Vor st au des und des Ausschusses des Rabbinerverbandes war die Tätigkeit des Komitees „Konfessionslos" Gegenstand der Beratung, da diese Tätigkeit sich nicht nur gegen die preußische Landeskirche, sondern auch gegen die katholische Kirche und die jüdische Glaubensgemeinschaft richtet. Es wurde die Ausarbeitung und Verbreitung einer Schrift gegen den Austritt aus dem Judentum beschlossen und ihre Abfassung Herrn Rabbiner Dr. Jacob- Dortmund übertragen. — Der 1 8. Kartell-Convent des auf deutsch-vaterländischem Boden stehenden jüdischen Studentenverbandes, dessen Mitglieder bekanntlich satzunasaemäß zugleich Mitglieder des Eentralvereins sind, wurde am 2. November in Berlin in den Räumen des „Rheingold" abgehalten. Mit Absicht hatte man es in diesem Jahre vermieden, den K. C.-Tag mit größeren Veranstaltungen zu verbinden. Der glatte und allgemein befriedigende Verlauf bewies, daß man damit den richtigen Weg eingeschlagen hatte; noch nie ist die Tagesordnung so rasch erledigt worden. Die rasche Erledigung ist auch der äußerst geschickten Leitung der Verhandlungen durch den Vertreter der präsidierenden Verbindung Sprevia, vr. Edmund Werner- Berlin, zn danken, der jede Ablenkung zu vermeiden wußte. Der Tätigkeitsbericht des geschäftsführenden Ausschusses (G. A.), den dessen Vorsitzender, Or. Ludwig Holländer - Berlin, erstattete, gab ein erfreuliches Bild von dem raschen Wachstum und der inneren Festigung des Verbandes. Die fortschreitende Entwicklung des Verbandes fand auch durch die Aufnahme der Saxo- *) (Siliert von. Th. Schön im ärztl. Com. Bl. f. Württ. 1907.

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