Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 20 (1914)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1914)
- Article
- Die moderne Jüdin
- Date
- 1914-02-01
- Page
- 49 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Im deutschen Reich. Zeitschrift des bentralvereins deutscher Staatsbürger jMWeu GlauSens. ■ GrfchCttlt ZWO Lfm INI JzhVZ. Der „Central - Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens" bezweckt, die deutschen Staatsbürger jüdischen Glaubens ohne Ume schieb der religiösen und poktischen Richtung zu sammeln, um sie m der tatkräftigen Wahrung ihrer siaat bürgerlichen und gesellschaftlichen Gleichstellung sowie in der unbewrteu Pflege deutscher Gesinnung zu bestärken. * der Satzung des Vereins.) XX. Fahrg. Berlin, Februar 1^14. Nr. 2. Inhalt:DiemoderneIüdin. Von SidonieWerner-- Hamburg. Ein Brief zum Beiliß Prozeß. Von Dr. Mar Eschelbacher - Düsseldorf. Der Len Lralve rein in Elsaß- Lothringen- Von Mar E p st e i n - - Straßbnrg. Preußische Behörden und Juden als Sachverständige. Ein Württembergs scher Judenrevers aus alter Zeit. Die Angelegenheit Duisburg — Palästina und der Palast. Zionismus. — Der Lehrerverbandstag in Breslau. Korrespondenzen Vereinsnacbrichten, Wirnch siliwe Ana^legenheiten usw. Berlin SW, Lindenstraße 13. Das mit dem Titelblatt verbundene Inhaltsverzeichnis für den Jahrgang 1913 wird den Empfängern der Zeitschrift auf Wunsch portofrei zugesandt. Die Moderne Jüdin. Anter dem Titel „Die moderne Iüdi n" ist im Verlage von Axel Juncker in Berlin ein Buch erschienen, das großes Aufsehen erregt hat. Die Verfasserin Else Sroner steht anscheinend unter dem Einfluß der Verschmelzungssucht und dem Eindruck vereinzelter betrübenden Erscheinungen, die sie verallgemeinert und dabei eine zwar nicht geistlose, aber in den wichtigen Zügen übertriebene Zeichnung der „modernen Jüdin" liefern laßt. Zum Glück ist diese Schilderung nicht mehr als ein Zerrbild, denn, abgesehen von einzelnen beklagenswerten Fällen, gleicht das wahre Charakterbild der jüdischen Frau in unserer Zeit noch immer dem, das seit Jahrtausenden den Stolz unserer Gesamtheit darstellt und deren dauerndes Bestehen sichert. Die jüdische Frau begründet noch heute wie ehemals das Familienglück, das ihre Umgebung manche Zurücksetzungen verschmerzen läßt. Vielleicht mag aber die der lebhaften Phantasie. Else Eroners entsprossene Schilderung, die, wie sie selbst zugibt, nur eine „Porträtskizze" sein soll, wie einst die Berufung Bileams, der zu fluchen ausging und angesichts der schönen Zelte Israels