Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 19 (1913)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1913)
- Article
- Der Beilitz-Prozeß
- Date
- 1913-12-01
- Page
- 529 (sequence 1)
- Language
- German
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Im deutschen Reich. Zeitschrift des kentrölverems deutscher Stautsbürger jiidischeu Glaubens. . Srscbeinr zwölf mal Im Jahre. Der „Central - Verein deutscher Staatsbürger Mischen Glaubens" bezweckt, die deutschen Staatsbürger jüdischen Glaubens ohne Unterschied der religiösen und' politischen Richtung zu sammeln, um sie m der tatkräftigen Wahrung ihrer staatsbürgerlichen und gesellschaftlichen Gleichstellung sowie Ln der unbeirrten Pflege deutscher Gesinn.ung zu öestärkeu. r der Satzung des Vereins.) XIX. Fahrg. Berlin, Dezember 1913. Rr» 12. Inhalt: Der Veiliß-Prozeß. Von vr. Max Eschelöacher. — Der Wandervogel. Von Cora Berliner. — Am schau. — Korrespondenzen, Vereinsnachrichten ufw. Der Beilitz-Prozeß. Ein Rückblick auf seinen Verlauf und seine Gründe. Von Rabbiner Dr. M a r Eschelbach er, Düsseldorf. Inhalt. I. Die Ermordung des Andreas InschLschinski. Die Dscheberjak. II. Der Fall Beiliß von der Verhaftung des B. bis zur Erhebung der Anklage. III. Die Anklageschrift. IV. Die Verhandlung vor dem KreisgerichL Kiew vom 8. Oktober bis 10. November 1913, V. Die Schuldfragen und das Arteil. 1, Die Ermordung des Andreas I u s ch ts chins kck Die Ts ch eb erj a k. In der weiten Riederung des Dnjepr, der Ukraine, erhebt sich hoch und stolz Kiew. Mit ihren 500 000 Einwohnern ist diese Stadt der Größe nach die vierte im Zarenreich. Sie liegt nicht im dunklen Rußland, sondern inmitten eines besonders fruchtbaren Gebietes mit hochentwickelter Landwirtschaft ~ >'d zahlreichen Fabriken, sie ist ein großes Zentrum für Handel d Gewerbe, der Mittelpunkt der russischen Zuckerindustrie. besitzt eine bedeutende Universität und ist nach allen Lm nderungen auch eine prächtige Stadt, voller Kirchen und ' recken, Rußlands ältestes Kulturzentrum. In dieser schönen Stadt wurde am 25. März 1911 ein grau- Der Lrichschnd.. siger Fund gemacht. Spielende Kinder entdeckten in einer Höhle die Leiche eines 12 jährigen Knaben. Sie war grauenhaft zugerichtet. Der Körper war bis zum Rumpf entkleidet und über und über mit 47 Stichwunden (von einer Ahle oder einem Bfriemen herrührend) bedeckt. Die Venen des Hirns waren durchstochen, ebenso die großen Schlagadern des Halses, das Herz, die Lunge und die Nieren. Der Kopf allein wies 14 Stich- Wunder:, auf. Die ganze Hülsregion war mit einem inneren