Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 19 (1913)
- Issue
- Heft 11 (November 1913)
- Article
- [Ohne Titel]
- Date
- 1913-11-01
- Page
- 511 (sequence 2)
- Language
- German
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Vereinsnachrichten. 511 worden. — Ferner wurden uns als Buße aus einer antisemitischen Beleidigungssache durch Herrn Rechtsanwalt vr. Tichauer in Laurahütte, Oberschlesien, M. 15.— übersandt. — In der Streitsache Littauer c/a Ba rtke ist eine gezahlte Buße von 5 M. von dem Schiedsmann unserem Lentralverein übermittelt worden. * — Der jüdische Iugendverein in Rürnberg-Fürih hat anläßlich der Ortskranke nka ssen Wahlen einen Aufruf an Angestellte und Arbeitgeber erlassen, in dem gesagt wird: „Wir fordern Euch dringend auf, Eure Stimme am Wahltage abzugeben, denn der Ausschuß zur Ortskrankenkasse hat überaus wichtige Funktionen, so daß cs für die Versicherungspflichtigen keineswegs gleichgültig ist, wer künftig ihre Interessen wahrnehmen wird. Die antisemitischen Parteien haben eine eigene Wahlliste B ausgestellt. Es ist Pflicht jedes jüdischen Angesteltien, sein Wahlrecht auszuüben, um diese Liste zu Fall zu bringen. Wir fordern Euch daher auf, für die Liste I) einzutreten, die lediglich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten unter Ausschluß politischer und religiöser Momente zusammengesetzt ist." — Wir empfehlen allen unfern Ortsgruppen im Verein mit den Jugendvereinen diesem Vorgehen in dergleichen Fragen zu folgen. * — Für das M o mm sen(t) -Sanatorium in Charlottenburg suchte der Leiter Dr. Reinhardt einen Assistenten christlicher Konfession. Wie er auf unsere Anfrage erklärt, ist er selbstverständlich nach wie vor bereitsein Sanatorium Aerzten und Patienten jeder Konfession und Rasse zur Verfügung zu stellen, behalt sich aber das selbstverständliche Recht vor, seine Assistenten, mit denen er sich in andauerndem persönlichem, zum Teil Aamilien-Konnex befindet, nach seinem persönlichen Geschmacke zu wählen? — Aerzte und Patienten werden hoffentlich dem persönlichen Geschmacks Rechnung tragen.