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Im deutschen Reich · 1913-07-01 · Heft 8 (Juli 1913) · p. 377

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
19 (1913)
Issue
Heft 8 (Juli 1913)
Article
Eine interessante Berichtigung
Date
1913-07-01
Page
377 (sequence 9)
Language
German
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.Briefkasten, 377 gläubige Eltern daran Anstoß nehmen könnten." Ls wurde Beschwerde bei dem Ministerium erhoben, und nach dieser die Angelegenheit bei der dritten Lesung des Etats im Landtage zur Sprache gebracht. Der Rnterstaatssekretär Mandel erklärte darauf: „Die entscheidende Frage war für uns die, ob der Kreisschuldirektor sich antisemitisch betätigt hat oder nicht. Nachdem der Kreisschuldirektor versichert hat, daß ihm antisemitische Tendenzen fern gelegen hätten, haben wir auf die Beschwerde den Bescheid erteilt, daß der Kreisdirektor seine Bemerkung nur aus sachlichen Erwägungen getan habe. Wäre es anders gewesen, dann hatte die Negierung das Verhalten des K r eis dir e kt o r s als unzulässig b e a n st and e t." — Jedenfalls haben wir dadurch an maßgebender Stelle zu erkennen gegeben, daß wir uns solche Aeußerungen eines Kreisdirektors nicht ruhig gefallen lassen. — Die Zeitschrift „R ettung" welche vom Deutschen Ceutral- Vorstand des „Blauen Kreuzes" in Barmen herausgegeben wird, brachte vor einiger Zeit eine Erzählung, in der die Juden als Wucherer und Ausbeuter der deutschen Bauern hingestellt werden, die allein das Anglück über das deutsche Bauernhaus gebracht hätten. Wir beschwerten uns daraufhin beim Eentral-Vorstand des Blauen Kreuzes über diese unerhörten antisemitischen Ausfälle unter besonderer Betonung, daß auch viele deutsche Juden sich der Abstinenzbewegung^fördernd angeschlossen hätten. Zur Antwort erhielten wir ein schreiben des Vorstandes, in dem er ausführte, daß er sich keine Vorschriften machen ließe und überhaupt k e i n e Juden als VereinsmitZlieder aufnehme. — Der jetzige Inhaber des Restaurants See-Pavillons in C u x - haven, Herr I. E. Osterwoldt, ersucht uns, sein während der Bewirtschaftung Pillers in die Liste antisemitischer Erholungsorte eingetragenes Lass und Restaurant in der Liste zu streichen, da ihm jüdische Gäste erwünscht sind. Herr Philipp Leß in Swinemünde Königsallee, wünscht, daß das dortige „S t r a n d - schloß" nicht länger von uns als „christlich" bezeichnet werde, da er es Anfang Mai in Regie genommen habe und rituell jüdisch führe. — Im Aufträge der Firma Krause & C o. in P e r n a m - buco, die in unserm Eentralverein durch sieben Mitglieder vertreten ist, hat Herr D. Flach in Berlin-Schöneberg uns als einmalige n gemeinsamen Beitrag der sich vorübergehend in Pernambuco aufhaltenden Herren Walter F. Bauer und E u r t h e y m a n n aus Hamburg 40 M. übersandt, deren Empfang wir dankend bestätigen. m Briefkasten. Lj. B., Berlin. Der von Herrn Rabbiner vr. David-Bochum in seinem Vorträge „A ntise mitismus in den Schulen" erwähnte Fall Rheydt ist nach neuerdings uns zugegangener Information in durchaus zufriedenstellender Weise aufgeklärt und scheidet daher aus. S. LN., Berlin. Line ausführliche Besprechung der Leistungen des Wiener Privatgelehrten Guido von List, sowie der Ärio- Germanen vom Schlage des Herrn Philipp Staufs, Engelhardt-Hanau u. et. m. sowie des ausgesprochenen Rassen-

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