Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 19 (1913)
- Issue
- Heft 8 (Juli 1913)
- Article
- Eine interessante Berichtigung
- Date
- 1913-07-01
- Page
- 375 (sequence 7)
- Language
- German
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PereiusnachrichKn. ^75 faßt und gegen den nichts einzuwenden war. Die Redaktion hatte aber die nachstehende Notiz hinzugefügt: „Vorstehende Ausführungen find aus einem Sonderabdruck aus der Zeitschrift „Hammer". Der „Hammer", herausgegeben von Th. Fritsch, verteidigt die Lebensinteressen der produktiven Stände, besonders die des Mittelstandes gegen dessen Feinde. Sr huldigt keinem einseitigen Partei-Standpunkt und vertritt furchtlos die Meinung der Redlichen gegen alle Fälschungen und schädlichen Einflüsse unserer Zeit. Er ist ein rechter Vorkämpfer deutschen Wesens auf allen Gebieten, ein unerbittlicher Streiter gegen alle Feinde des Deutschtums und hat sich darum in weiten Kreisen, bei Hoch und Niedrig, Freunde erworben."—Da in der Zeitschrift „Der Hammer" der schärfste Antisemitismus gepredigt wird, hat unsere Hamburger Ortsgruppe am 10. März an den 1. Vorsitzenden des „Hamburger Gewerbevereins") Herrn Johannes Hirsch, ein Schreiben gerichtet, dem einige von dem Hammerverlag verbreitete Flugblätter hinzugefügt waren, die über die Natur und Tendenz des „Hammers" nicht den geringsten Zweifel übrig lassen. Herr Johannes Hirsch wurde in dem Schreiben darauf aufmerksam gemacht, daß die dem Artikel „Kreditbeschaffung" hinzugefügte Notiz der Redaktion der „Mitteilungen des Hamburger Gewerbevereines" den Eindruck erwecken müsse, daß dieser Verein, der doch keine antisemitischen Tendenzen verfolge, sich mit den Bestrebungen des Herrn Fritsch identifiziere. Darauf hat der 1. Vorsitzende des „Hamburger Gewerbe- Vereins", Herr Johannes Hirsch, am 11. März geantwortet: „Ihr w. Schreiben vom 10. ds. Mts. erhielt ich und erwidere darauf, daß der Hamburger Gewerbeverein weder semitische noch antisemitische Tendenzen fördert noch vertritt. Lediglich weil die angezogenen Ausführungen Theod. Fritsch's eine tiefe Wahrheit besitzen und die darin ausgedrückten Behauptungen allgemein in unseren Kreisen anerkannt und beherzigt werden sollten, habe ich den Artikel Nachdrucken lassen. Ich kenne die Nöte des Gewerbestandes nicht nur vom Hörensagen, und wünsche und strebe nach Besserung dieser Zustände. Ihr Schreiben erinnert mich an einen Vorfall, der Ihnen das Haltlose Ihrer Vermutungen beweist. Vor einigen Jahren lehnte der Hamburger Gewerbeverein unter meiner Führung es ab, dem Verein gegen Anwesen im Handel und Gewerbe einen jährlichen Zuschuß oder auch nur einen einmaligen Beitrag zu gewähren. Die Folge war, daß nach einem den ganzen Abend füllenden Vortrag des Herrn Werbeck dieser, empört über das Nutzlose seiner Bemühungen, zum Schluß seinen Austritt aus dem Verein erklärte, indem er der Versammlung zurief, die Ablehnung erfolge nur, weil der Gewerbe-