Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 19 (1913)
- Issue
- Heft 8 (Juli 1913)
- Article
- Eine interessante Berichtigung
- Date
- 1913-07-01
- Page
- 373 (sequence 5)
- Language
- German
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Vereinsnachrichten. 373 roczhnski-Berlin teils gemeinsam, teils «abwechselnd, Propagandavorträge gehalten, am 23. März in Norden (Vorsitzender Herr Hauptlehrer Levy) und in Leer (Vorsitzender Herr Gemeindevorsteher Julius Rosenstein), am 24. Marz in Weener (Vorsitzender Herr Gemeindevorsteher Jos. Aarons), am 25. März in Esens (Vorsitzender Herr Lehrer Gottschalk), am 26. März in Jever, am 27. März in Papenburg (Vorsitzender Herr Lehrer Strauß). — Am 6. April hat in einer von der Ortsgruppe Hohensalza veranstalteten Versammlung Herr Rechtsanwalt Dr. Warschauer-Posen über „Zwecke, Ziele und Bedeutung des Centralvereins" gesprochen, und ohne jede agressive Schärfe, Sinn und Zweck der von der Hauptversammlung am 30. März angenommenen Resolution erklärt. — In einer von Herrn Rechtsanwalt Dr. Blau geleiteten Versammlung der Ortsgruppe Charlottenburg legte am 8. April Herr Syndikus Dr. Holländer dar, mit welchen Schwierigkeiten infolge der veränderten wirtschaftlichen Verhältnisse und der besonders in den leitenden Kreisen der Industrie herrschenden antisemitischen Strömung die jüdischen kaufmännischen Angestellten zu kämpfen haben. An den Vortrag schloß sich eine freie Aussprache, in der von den Herren Emil Pinkus und Iarosch wertvolle Vorschläge zur Bekämpfung des wirtschaftlichen Antisemitismus gemacht wurden. — Am 10. April hat in Pankow eine Versammlung der Ortsgruppe Pankow-Schönhausen stattgefunden, die vom Vorsitzenden, Herrn Waisenhausdirektor Grunwald, geleitet wurde. Herr Prof. Dr. Karl Lewin - Berlin sprach über „Die kulturelle Bedeutung des Judentums" und verwies darauf, daß der sogenannte wissenschaftliche Antisemitismus eines Dühring, Chamberlain u. a. m. den Beweis erbringen wolle, daß die Juden auf dem Gebiete der Kunst und der Wissenschaft nichts Originelles leisten könnten. Redner zeigte aber an eklatanten Beispielen, was Juden Großes und Bleibendes geschaffen haben. An der sich anschließenden Besprechung beteiligten sich die Mitglieder des Centralvorstandes, Herren Iustizrat Dr. H o r w i tz und Sanitätsrat Dr. W i e s e n t h a l; erst er er richtete insbesondere an die jüdischen Frauen und die jüdische Jugend eine Anregung zum Beitritt zum Centralverein. — An demselben Tage hielt die Ortsgruppe Halle a. S. eine Versammlung ab, in der die bisherigen Vorstandsmitglieder wiedergewählt wurden. Der Vorsitzende des Gruppenvorstandes, Herr Hermann Blumenthal, erwähnte in dem Bericht über die Gruppentätigkeit die erfolgreiche Bekämpfung des Deutsch-nationalen Handlungsgehilfenverbandes bei den Kaufmannsgerichtswahlen und schilderte dann den Eindruck der am 30. März in Berlin abgehaltenen Hauptversammlung des Centralvereins. Hierauf sprach Herr Rabbiner Dr. Kahlberg über „Die Selbstverteidigung der deutschen Juden". Ein Versuch von zionistischer Seite, die in der Hauptversammlung angenommene Resolution zu bekämpfen, wurde von dem Vorsitzenden zurückgewiesen. — In einer von Herrn Heinrich Bodenheimer geleiteten Versammlung in Colmar i. Elsaß hielten die Herren Rechtsanwälte Dr. H o ch s ch i l d - Colmar und Rechtsanwalt Dr. K e h r - Kaiserslautern Vorträge. Sodann sprachen drei Mitglieder der zionistischen Ortsgruppe Mülhausen, deren Einwände gegen den Centralverein Herr Dr. Bruno Weil, welcher die Grüße der Straßburger Ortsgruppe uberbrachte, treffend widerlegte. Die Altelsässer Herren Dr. Lehmann und Fabrikant Dreh fuß sprachen sich für den Centralverein aus. Das Ergebnis des Abends war die Anmeldung