Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 19 (1913)
- Issue
- Heft 7 (Juni 1913)
- Article
- Jugendverband und Centralverein
- Date
- 1913-06-01
- Page
- 305 (sequence 2)
- Language
- German
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Ing endverband uitb Eeutralverein. 305 begleiteter 9ld>c gegen den Antrag. Wir lassen den Wortlaut der bedeutsamen Rede, die der ganzen Tagung ihren Stempel aufdrückte, an anderer Stelle folgen. Aach dein Verbandsvorsitzenden sprachen noch die Herren Rechtsanwalt l)r. Simon, Berlin, Br. Moses, Berlin, und Referendar Dr. Badt, Breslau, für, Iustizrat Br. Brodnitz und Referendar I)r. Isi Kahn, Löln, gegen, den Kieler Antrag. Das Ergebnis der Abstimmung, das mit größter Spannung erwartet wurde, ergab: Ablehnung des Antrages Kiel mit 132 gegen 36 S L i m m e n , A b - l c h n u n g des weniger scharfen Antrages Berlin m i t 125 gegen 41 Stim m e n. lieber alle Vermittlungsanträge ging man zur Tagesordnung nber.^Man hatte das Gefühl einer so entschiedenen und unzweideutigen Stellungnahme, daß jede weitere Erörterung überflüssig erschien. Wir begrüßen diese treue Haltung gegenüber dem Eentralverein mit freudiger Genugtuung. Wie fest der Entschluß der Versammlung war, sich gegen jeden Störenfried zu wehren, zeigte der lebhafte Beifall, der dem Vorsitzenden gezollt wurde, als er auf Veranlassung des Vertreters des Kattowitzer Vereins einen, an diesen gerichteten Brief verlas, der die dringende Bitte enthielt, die Entsendung des zionistischen Parteisekretärs, Kurt Blumenfeld, zu. verhindern, weil dieser die neutrale Jugendbewegung bei jeder Gelegenheit in schärfster und persönlichster Weise angegriffen habe. Der weitere Verlauf der Tagung brachte ein Referat von Herrn Rechtsanwalt Br. 2 u d w i g holl ä n der über ,,Die Berufswahl der jüdischen. Jugend" und eins von Fräulein Lora Berliner über „Mädchenorganisation". Beide Referate werden für die weitere Arbeit des Verbandes von maßgebender Bedeutung fein. Der Geschäftsbericht, den die Geschäftsführerin des Verbandes, Fräulein Berliner, erstattete, zeigt ein mächtiges Anwachsen der Bewegung, die sich innerhalb von vier Jahren von. 25 Vereinen mit 1300 Mitgliedern zu einer Organisation mit 113 Vereinen lind 14 500 Mitgliedern entwickelt hat. Im Anschluß an den Geschäftsbericht wurden Entschließungen gefaßt zur staatsbürgerlichen Erziehung der Mitglieder, zur Stellung zu. interkonfL'ssionellen Jugendorganisationen, zur Hrage religiöser Veranstaltungen, zur stärkeren Heranziehung der Jugendlichen unter 18 Jahren und zur Ausbreitung der Bewegung in ben sandgemeinden. Eine Reihe anderer wichtiger H-ragen, wie u. a. die körperliche Ausbildung der Mitglieder und die ^.yörbcriuiq der hebräischen Sprache, mußten aus Zeitmangel vertagt werden. Am Vorabend der Tagung fand ein stimmungsvoller Begrüßungsabend statt, in dessen Mittelpunkt der begeistert anfgenommene Festvortrag des Herrn Rabbiner I>r. ferner, ünchen, stand und an dem der Magistart und die Gemeinde der Stadt Frankfurt a. M., die interkonfessionellen und anderstonfessionellen Jugendorganisationen, die jüdische Iugendvereiuigung Frankreichs, sowie sämtliche große jüdischen Verbände der Iugendvewegnng ihre Grüße übermitteln. Wir lassen nunmehr die bedeutsame Rede des Bexxn I)r. Apfel a it f d c n A ii trag, d e n C e n t r a l v e r e i n a ns de m V e r - b a n d e a u s z u s ch l i e ß e n , mit unerheblichen Kürzungen im Wortlaut folgen. Rechtsanwalt Br. A psel, Berlin: Meine Damen und Herren? tllnf Grund einer Aeußernng des Herrn Vorredners muß ich eine persönliche Bemerkung vorausschicken über das, was ich in der letzten Generalversammlung des LcntralvereinS deutscher Staats-