Mannheim
Compact Memory

Im deutschen Reich · 1913-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1913) · p. 276

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Im deutschen Reich
Volume
19 (1913)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1913)
Article
Denkmäler jüdischen Geistes [Rezension]
Date
1913-05-01
Page
276 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2316602-2316829-2316834-2347183--23617-2347316
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

76 Im deutschen Reich. Juden Schutzheilige, Gabriel Rießer wäre der gegebene Schutzpatron für den „Centralverein". And so ist die Kenntnis seiner Schriften, zum mindestens in dieser geschickt zusammengestellten Auswahl für die „deutschen Staatsbürger jüdischen Glaubens" geradezu sakrosankte Pflicht. Mit besonders starker Freude müssen aber alle tätigen Mitarbeiter des „Centralvereins" das Heftchen „Rießer" begrüßen. Welche Fundgrube von Gedanken und Sentenzen, von Anregungen zu den im Sinne und im Aüstrag des „Centralvereins" und bei seinen Versammlungen zu haltenden Vorträgen! Aber auch welche geschickte Darbietung des Stoffes durch, die Herausgeber, die neben einer die wichtigsten Daten enthaltenden Lebensbeschreibung durch orientierende Einleitungen und durch kurze Schlagworte, die den Inhalt der einzelnen Absätze übersichtlich charakterisieren, wie durch ein alphabetisches Sachregister die Lektüre des Büchleins so leicht und angenehm, so nutzbringend und so fördernd gestaltet haben! Cs hat denn auch der verdienstvolle erste Vorsitzende des „Centralvereins", Herr Iustizrat Dr. M. Horwitz, dem Bands der Rießer zum Gegenstand Hat, ein warm empfundenes Geleitwort mitgegeben und eindringlich die weiteste Verbreitung des Schriftchens empfohlen. And es ist wahr: Wer nur immer den innigen Wunsch hegt, daß „Denkmäler jüdischen Geistes", die unsere Großen aus den Bausteinen ihrer Lebensarbeit sich selbst zur Ehre, vor allem aber dem Judentum zur Anerkennung, zur Förderung und Kräftigung errichtet haben, nicht verfallen dürfen, sondern für die Nachwelt zur Erhebung „konserviert" werden sollen, der ergreife jede passende Gelegenheit, um diese schönen Bändchen, sobald nur eines erscheint, für sich zu erwerben und sie andern als wertvolle, dabei so wohlfeile Geschenkgabe zu übermitteln: eine Ehrenpflicht für jeden deutschen Juden von Bildung! Rabbiner Dr. Lazarus-Frankfm t et. M. Die Hygiene der Juden. Von Dr. Max Grunwald. Verlag der Historischen Abteilung der Internationalen Hygieneausstellung. Dresden 1911. LXIV u. 325 S. Im Anschluß an die Internationale Hygieneausstellung in Dresden hat Dr. Max Grunwald den dankenswerten Versuch unternommen, in Gemeinschaft mit einer Reihe anderer Autoren die Hygiene der Juden einer historischen und kritischen Würdigung zu unterziehen. Wenn auch dieser Versuch nicht als durchweg geglückt anzusehen ist, so bietet das Sammelwerk doch eine Fülle von Belehrung und Anregung, die indessen bei einer etwas systematischeren Anordnung des Gesamtstofses ungleich wirkungsvoller hätte werden können. „Religion, Moral und Hygiene gehören in der Auffassung der Bibel und des alten Judentums zusammen, sie

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.