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Im deutschen Reich · 1913-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1913) · p. 271

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
19 (1913)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1913)
Article
[Ohne Titel]
Date
1913-05-01
Page
271 (sequence 2)
Language
German
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V er einsnachrichten. 271 — In Braunschweig hat am 11. März d. I. eine große Versammlung der Ortsgruppe des Centralvereins stattgesunden. Die Versammlung war aus allen sozialen Schichten der Gemeinde zahlreich besucht. Nach einer kurzen Rede des Vorsitzenden Herrn Rechtsanwalt Dr. Regensburger sprach Herr Landtagsabgeordneter Dr. Cohn (Dessau) über: „Der deutschen Juden Kampf ums Recht". Der Syndikus des Vereins, Herr Rechtsanwalt Dr. Hollaen - d e r (Berlin), zeigte sodann an der Hand besonders markanter Fälle in seinem Vortrage „Cinkehr und Abwehr" die Notwendigkeit der Centralvereinsarbeit. Schließlich behandelte Herr Rechtsanwalt Dr. Regensburger das Thema: „Worüber wir Braunschweiger Juden zu klagen haben" und wies darauf hin, wie gerade in Braunschweig der Kampf für unsere Gleichberechtigung geboten sei. Sämtliche Redner fanden starken Beifall, und durch 47 Neuanmeldungen erhöhte sich die Mitgliederzahl der Ortsgruppe auf 110. — In Allenstein in Ostpreußen hat sich am 15. März eine Ortsgruppe des Centralvereins konstituiert, zu deren Vorsitzenden Herr Sanitätsrat Dr. Kamnitzer gewählt wurde, zu dessen Stellvertreter Herr Rabbiner Dr. Olitzki. Außerdem gehören dem Gruppenvorstande an die Herren Professor Levy, Isaacsohn, Iacobh, Crimm und Mendelsohn, ferner Frau Bodendorf und Frau Dr. Wolffheim. — Am 6. April fand unter Leitung der Vorstandsmitglieder der Ortsgruppe Könitz, Herren Rechtsanwalt Fleischer, Rabbiner Dr. Tirschtiegel, Max Neumann, Littmann und Lewinski, in Tuchel, wo eine von dem Vorstandsmitglied Herrn Gutsbesitzer Max Kristeller in Crnsttal-Tuchel vorbereitete und geleitete Centralvereinsversammlung statt. Hetr Rechtsanwalt Fleischer sprach über die Notwendigkeit des Centralvereins, Herr Rabbiner Dr. Tirschtiegel über Gabriel Rießer. Fast sämtliche Mitglieder der Tucheler Synagogengemeinde erklärten darauf ihren Beitritt zum Centralverein. — In der von dem Vorsitzenden unserer Ortsgruppe Landsberga. Warthe, Herrn Siegfried Cohn, einberufenen und geleiteten Centralvereinsversammlung sprach Herr L.I aroczynski-Berlin am 9. April über „Modernen Antisemitismus". Dem Vortrage folgte eine längere Debatte, in deren Verlauf mehrfach über den in Landsberg herrschenden gesellschaftlichen und Schulantisemitismus Klage geführt wurde. — Im vorigen Heft unserer Zeitschrift wurde uns berichtet, daß die Hoflieferanten Gebr. Gause-Berlin, Brüderstraße 7, durch ein Inserat im „Berliner Tageblatt" einen Lehrling christlicher Konfession gesucht haLLen. Der Ausschluß jüdischer Bewerber von einer Lehrlingsstelle dieser Firma schien

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