Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 19 (1913)
- Issue
- Heft 3 (März 1913)
- Article
- Die Erwiderung auf diese Antwort
- Date
- 1913-03-01
- Page
- 117 (sequence 7)
- Language
- German
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117 „Gedanken zur.Iudenfrage". Mbilkigen, wenn wir bedenken, daß er nur der Vertreter eines Typus ist. Die Vorwürfe, die wir ihm machen, gelten ja dem Rassenantisemitismus als solchem, und es ist nur natürlich und aus seiner gesamten Grundlage und Entwicklung erklärlich, wenn seine Vertreter von jüdischen Dingen keine Ahnung haben, wenn sie oft statt mit beweiskräftigen Argumenten, mit haßerfüllten Beschimpfungen arbeiten, wenn ihnen wissenschaftliche Gründlichkeit, Objektivität und prüfende Vorsicht fehlt, wenn sie schließlich nicht auf deutsche Art mit blanken reinen Waffen auf freiem Felde, sondern so versteckt den Kampf führen, daß man an sie nicht heran kann. Herr Stauff bittet weder um Verständnis noch Nachsicht! Lrsteres kann er wirklich nicht verlangen, letztere gewähren wir ihm trotzdem gern, denn er kann sich von den Einflüssen seiner Umgebung eben nicht befreien. Seine letzte Bemerkung nehmen wir auf: Wir werden beide weiterkämpfen: Herr Stauff so, „wie es ihm die Gewissenspflicht gebietet", wir wie es die Interessen der Gerechtigkeit, der Menschenliebe und des deutschen Vaterlandes verlangen! * „Gedanken zur Fudenfrage". Von Iustizrat Salinger-Dppeln. In einem Aufsatze: „Gedanken zur Iudenfrage-' (Schlesische Zeitung, 1913, Nr. 52) stellt Professor Arthur Sachs Behauptungen auf und zieht Folgerungen, welche auch von anderer Seite beleuchtet zu werden verdienen. Denn wenn er am Ende feiner Ausführungen den Wunsch äußert, daß die deutsche Iudenheit den Anschluß „an die positiven, staatserhaltenden Parteien" zu gewinnen suchen müsse, und wenn er dabei seiner Aeberzeugung 'Ausdruck gibt, „daß sich die Iudenheit entsprechend dem Wesen des Iudentumes. religiös wie politisch, in konservativem Sinne entwickeln muß", so fordert das den Widerspruch auch solcher heraus, die, wie der Verfasser dieser Abhandlung, sich politisch kaum anders betätigen als durch Ausübung ihres Wahlrechts. Denn jene Auffassung berührt die allgemeinen jüdischen Interessen, da sie geeignet ist, ein falsches Licht auf die Mehrheit der deutschen Juden zu werfen. Schon was Sachs über jüdische Rasseeigentümlichkeiten sagt, ist sehr anfechtbar. Gewiß, es gibt unter den Juden genau so wie unrer ihren christlichen Mitbürgern gute und schlechte Elemente; das hat noch niemand bestritten. Die Juden sind eben weder Engel noch Teufel, sondern Menschen wie alle anderen. Das aber, was an vielen von ihnen als unliebsame Eigentümlichkeiten auffällt, ist nicht der Ausfluß ihrer besonderen Rasse — nach den neuesten Forschungen ist mit dem Begriff