Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 19 (1913)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1913)
- Article
- Die Begründung des Landesverbandes für die Provinz Posen
- Date
- 1913-02-01
- Page
- 59 (sequence 3)
- Language
- German
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Die Begründung des Landesverbandes usw. 5? Landesverbandes für die ganze Provinz zu willigen. Es wurde deshalb vorgeschlagen, einen die gesamte Provinz Posen um-, fassenden Landesverband zu bilden. In der nun folgenden lebhaften Debatte, an der sich insbesondere die Herren Zahnarzt Schwersenz-Hohensalza, Moses- Bromberg, Iustizrat Kirschner-Posen und Alfred Marcus-Pinne beteiligten, sprach man sich einmütig für die unbedingte Notwendigkeit der Gründung des Landesverbandes aus. Die Gründung des Landesverbandes wurde demgemäß einstimmig beschlossen, der vorgelegte Satzungsentwurf einstimmig angenommen. In den Vorstand des Landesverbandes wurden folgende Herren gewählt: Herr Iustizrat Kirschner-Posen als Vorsitzender, „ Rechtsanwalt Dr. Krombach-Posen als Schriftführer, „ Alfred Marcus-Pinne, „ Rabbiner I)r. Neuhaus-Ostrowo, Iustizrat Wolsen-Bromberg, „ Rechtsanwalt Soldin-Schneidemühl, „ Zahnarzt Schwersenz-Hohensalza. Es wurde ferner beschlossen, daß die jährlich abzuhaltende Verbandsversammlung abwechselnd im Regierungsbezirk Posen und im Regierungsbezirk Bromberg tagen soll. Im Anschluß an die Gründung des Landesverbandes fand eine allgemeine Aussprache über die Boykottfrage statt. Es wurden in dieser Richtung von den einzelnen Ortsgruppenvertretern und Vertrauensmännern außerordentlich zahlreiche Beschwerden vorgetragen. Man hielt es jedoch nach eingehender Aussprache, an der unter anderen die Herren Tischler-Grabow, Schwersenz-Hohensalza, Werner-Iarotschin, Iustizrat Kirschner- Posen, Arnheim-Rogasen, Rechtsanwalt Dr. Krombach-Posen, Rabbiner Dr. Neuhaus-Ostrowo, Rechtsanwalt Soldin-Schneidemühl teilnahmen, für zweckmäßig, von offiziellen Kundgebungen durch Versammlungen usw. einstweilen abzusehen, um die offenbar in der Abnahme befindliche Boykottbewegung nicht von neuem zu schüren. Andererseits wurde als besondere Pflicht des neubegründeten Landesverbandes anerkannt, den allgemeinen Mißständen und Anbilligkeiten, nicht zum wenigsten dem ungerechten und besonders krankenden Boykott von christlich-deutscher Seite mit energischen, freilich wohl vorbedachten Maßnahmen entgegenzutreten. Rechtsanwalt Dr. Krombach stellte mit dieser Begründung den Antrag, eine Zentral- Sammelstelle zu errichten, der alle Beschwerden, Zurücksetzungen und Aebergriffe von irgendwelcher Seite mitzuteilen seien; auf Grund des von der Sammelstelle zusammengestellten Materials solle dann der Landesverband in der Lage sein» nach Sichtung deH