Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 19 (1913)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1913)
- Article
- Kattowitz
- Date
- 1913-01-01
- Page
- 37 (sequence 16)
- Language
- German
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Vereinsnachrichteii. 37 gehörende Angestellte jüdischer Kaufleute in diesem Verbände erzogen werden und was von solchen Angestellten zu gewärtigen ist. Bon dieser aufklärenden Tätigkeit werden wir uns durch folgende, S. 87/88 des Jahrbuchs 1913 für Deutschnationale Handlungsgehilfen befindliche Drohung nicht abhalten lassen: „Die Faust dem Feind! Als Feind, als unversöhnlicher Feind, hat sich in den letzten Jahren immer mehr der Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens entpuppt. Er ist es, der es immer wieder versucht, die Prinzipale zur Entlassung aller deutschnationalen Handlungsgehilfen aufzuwiegeln. So lange er von dieser verwerflichen Kampfesweise nicht abläßt, so lange wehren wir uns, indem wir bei keinem Kaufmann, der dem Centralverein angehört, kaufen, so lange verzichten wir darauf, Aerzte oder Rechtsanwälte in Anspruch zu nehmen, die Mitglieder des Centralvereins sind. — Wer ist aber Mitglied des Centralvererns? Es ist durch Befragung unserer Vertrauensmänner, die unterrichtet sind, leicht festzustellen. Natürlich kann von den Mitgliedern des D. H. V. nicht erwartet werden, daß sie die Namen der Centralvereins-Mitglieder geheimhalten." Das veröffentlicht ein Verein, der nach dem Ausspruch seines Vorstandsmitgliedes W. G r ä f den satzungsmäßigen Ausschluß der Juden von der Mitgliedschaft für nötig hielt, weil sich „das Bedürfnis nach einer bewußten Absonderung von dem gesellschaftlich minderwertigen und wirtschaftlich unbequemen Judentum herausgestellt hat". In dem Jahrbuch 1908 des Vereins wird bei dessen Mitgliedern die Achtung vor ihren Arbeitgebern durch die Behauptung untergraben, daß als „unangenehme jüdische Eigenschaften: Mangel an Mut, Profitgier, schwüle Sinnlichkeit, Mangel an Ehrlichkeit und Reinlichkeit" hingestellt werden. Ferner wird auf die bei der großen Zahl der jüdischen Kaufleute vorliegende „Gefahr hingewiesen, daß die deutschen Begriffe von Treu und Glauben zugunsten der vielfach wesentlich anderen jüdischen Begriffe von der Ehrlichkeit im Handel verschwinden." Solchen Behauptungen gegenüber war es nur ein Akt der Notwehr, vor Anstellung solcher Handlungsgehilfen zu warnen, denen derartige Anschauungen eingeimpft werden. Wir werden solange die Prinzipale mit allen Mitteln veranlassen, für die Entlassung der Mitglieder des D. H. V. zu sorgen, als dieser Verband einen das Judentum entwürdigenden Standpunkt, beibehalt. * — Ernste Sorge um die Erhaltung des europäischen Friedens beherrscht alle Kreise. Man richtet an den Kriegsmtnister die