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Im deutschen Reich · 1913-01-01 · Heft 1 (Januar 1913) · p. 18

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
19 (1913)
Issue
Heft 1 (Januar 1913)
Article
[Ohne Titel] / A. L.
Date
1913-01-01
Page
18 (sequence 7)
Language
German
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18 Im brutschen Reich. Krieg herbei^ denn selbst im Falle neuer Siege wird ein solcher Krieg für einen Kulturstaat mit unermeßlichen Nachteilen verbunden sein. Wenn er aber unvermeidlich sein sollte, werden die deutschen Anden, ebenso wie dies die Juden auf der Balkanhalbinsel getan haben, sich in Reih und Glied nicht als Juden, sondern als Vaterlandsverteidiger fühlen und verhalten. In den serbischen und bulgarischen Heeren haben sich jüdische Offiziere und Mannschaften rühm» lichst bewährt; für Armeen, in denen es keine jüdischen Os» fiziere gibt, wären solche vielleicht recht nützlich. Auch für Deutschlands Heer muß die Lösung dieser Frage kommen. Die Zurücksetzung der Juden schädigt das Vaterland, und das sollten diejenigen bedenken, denen das Wohl unseres Vater» landes anvertraut ist. ' A. L. Korrespondenzen. In unserer Zeitschrift haben wir, da wir nur betonen wollen, was die deutschen Juden eint, nicht aber Zwistigkeiten zu vertiefen trachten, auch über die Differenzen innerhalb der Alliance Israolite Universelle keinerlei Berichte, weder für noch wider, gebracht. Wir haben es von diesem Standpunkte aus mit besonderer Freude begrüßt, daß es gelungen ist, jene Streitigkeiten zu erledigen und einen für alle Beteiligten ehrenvollen Frieden herbeizuführen. Deshalb bedarf es keiner besonderen Erwähnung, daß der Abdruck des von dem früheren „Deutschen Landeskomitee" an die Presse versandten Berichts über die in der Generalversammlung der „Allgemeinen Israelitischen Allianz" gefaßten Beschlüsse nur durch eine bedauerliche Unachtsamkeit eines Angestellten Aufnahme in unser Blatt gefunden hat, ohne daß hiervon an maßgebenden Stellen vor dem Abdruck etwas bekannt geworden war. * ± Berlin. 23. Dezember. Unter der Ueberschrift „Antisemitische Kuxe" berichtet die Fachzeitschrift „Plutus": „Vor kurzer Zeit fand eine Sitzung des Ausschusses statt, den der Centralverband des Deutschen Vank- und Bankiergewerbes in Berlin für die Kodifizierung der im Handel mit offiziell nicht notierten Kuxen eingesetzt hat. Zur Ueberraschung der Mehrheit der anwesenden Fachleute wurde von informierter Sette die Feststellung gemacht, daß die Gewerkschaft Georg von Giesches Erben „prinzipiell" keine Juden in das Gewerkenbuch einträgt. Juden dürfen mit Giesche-Kuxen wohl handeln, aber Gewerken dürfen sie nicht werden! Die Gewerk-

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