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Im deutschen Reich · 1912-12-01 · Heft 12 (Dezember 1912) · p. 565

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
18 (1912)
Issue
Heft 12 (Dezember 1912)
Article
[Ohne Titel]
Date
1912-12-01
Page
565 (sequence 2)
Language
German
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BcreinZnachrichten. die man ethnologisch feststellen konnte. Besonders wertvoll für die Erkenntnis waren die Sektierer im Hochgebirge, die genau so aussehen wie vor vielen tausend Jahren. Man hat im Hochgebirge von Turkestan Leute gefunden, die überwiegend blond sind, langschädlig, mit arischer Sprache, die im 14. vorchristlichen Jahrhundert arische Götter gehabt haben. Wer Semiten sind, läßt sich nicht einwandsfrei feststellen. Sind Semiten alle, welche semitische Sprache reden, und gehören auch die Sumerer zu ihnen, über die man sehr wenig unterrichtet ist? Die Assyrer beispielsweise reden eine rein semitische Sprache, sind aber somatisch außerordentlich verschieden. Ferner rechnet man zu ihnen die Hebräer, Aramäer, Phönizier, denen tausend Jahre vor Beginn der Zeitrechnung die Erfindung der alphabetischen Schrift gelungen ist. Ihre Typen gehen jedoch außerordentlich auseinander. Endlich werden zu ihnen gezählt die eigentlichen Araber, aber auch bei ihnen finden wir starke Mischungen. Man kann jedoch wenigstens zwei Typen unterscheiden: Einen langschädligen und kleinnafigen und einen kurzschädligen mit großer: Basen. Diese beiden Gruppen sind unmöglich miteinander verwandt, trotzdem sie dieselbe Sprache reden. Wirkliche Semiten sind nur die Beduinen. Sie sind schon im zweites Jahrtausend v. Ehr. nach Syrien gekommen und haben dort ihre Kultur der vorsemitischen Bevölkerung aufgedrängt, von der heute noch Reste vorhanden sind. Vortragender zeigte au einer Reihe wohlgelungeuer Lichtbilder Rassen--und Schriftproben, Inschristei: ans Babylonien und Syrien, die semitischen Einschlag zeigen. Besonders interessant ist eine moabitische Inschrift, in welcher erwähnt ist, daß die Hetiter von den Semiten unterjocht worden sind. Mit einigen Worten geht der Redner auf Messungen an jüdischen Schädeln ein und konstatiert, daß man zwei Typen seststellen kann: einen extrem hohen und kurze;: Schädel und einen langen und niedrigen Schädel. Bei Kindern von Eltern mit verschiedenen Schädelformen kommen meistens die genannten Typen wieder rein zum Vorschein. Ein Vergleich der Schädelkurve von Griechen, Türken und Juden ergibt, daß fast alle in paralleler Richtung laufen. Hieraus zieht Luschau der: wichtigen Schluß, daß es ü b e r h a u v t fei n e n jüdische n Typ u s gebe, d a ß in an vielmehr n u r Don e i n e m Orient a lische n T y p i: s reden könne. Rach dieser Feststellung versucht der Redner mit Hilfe von Lichtbildern eine Vorstellung davon zu geben, wie die vorderasiatische Urbevölkerung ausgesehen hat. Er kennzeichnet sie als eine Gruppe, ausgezeichnet durch extrem hohe, kurze, breite Schädel mit mächtiger Rase. Auf Reliefs aus Seudschirle und Bogaschkoi findet man schon bei einem König aus dem ersten Jahrtausend v. Ehr. die Schläseulocke, wie

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