Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 18 (1912)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1912)
- Article
- Der Ausklang der "Kunstwartdebatte"!
- Date
- 1912-12-01
- Page
- 533 (sequence 1)
- Language
- German
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Zm deutschen Reich. »Aist des kevttMereins devWer StsatsSSrgerjiiWlhea Slmbevs. Srfcbeüit zwölf mal im fahre. ■ ■ -= Der „Centra - Verein deutscher Sraatsbürger jüdischen Glaubers" bezweckt, die deutschen Staatsbürger jüdischen Glaubens ohne Unterschied der religiösen und paitischen Richtung zu sammeln, um sie in der tatkräfigen Wahrung ihrer staatsbürgerlichen und gesellchaftlichen Gleichstellung sowie in der unbeirrien Sstege deutscher Gesinnung zu bestärken. (§ 1 de Satzung des Vereins.'» LVII!. Ishrg. Berlin, Dezember 1)12. Mr. 12. Der Ausklang der „Kunstwartdebatte"! Von Dr. Felix G o l d m a r n - O p p e l n. Die Debatte im Kunstwart, die eine Anzahl mehr oder minder beachtenswerter und anregender Beitrage zu der Frage des jüdischen Einflusses auf die deutsche Literatur zutage förderte, hat mit einem schrillen Mißton geendet. Während im allgemeinen — von einzelnen Entgleisungen abgesehen, die nur ein überempfindliches Gemüt tragisch nchmen wird — die Ausführungen auf einer Höhe standen, der entschieden, mochte man sie auch energisch ablehnen, der Wille zur Förderung und Klärung einer Sache anzumerken war, hat der bekannte Antisemit Ph. Staufs, der zum Schlüsse zu Worte kam, nach antisemitischer Art in seinem Beitrag' eine Unsumme von unsinnigen Anklagen erhoben, die mit dem Thema in keinerlei erkennbarem Zusammenhänge stehen und das Judentum wie den einzelnen Juden in unerhörter Weise angreifen und beleidigen. Mit Herrn Staufs uns wegen dieses Artikels auseinanderzusetzen, haben wir-an sich durchaus keinen Anlaß. Es wäre sinnlos, um seinetwillen die vielen törichten Anklagen zu widerlegen. Die Bedeutung seiner Person würde einen Aufwand von Kräften, die wir für positive Aufgaben weit nützlicher verwenden können, keineswegs rechtfertigen, und zudem wissen wir aus langer Erfahrung, daß Leute, die sich von Berufs wegen antisemitisch betätigen, absolut unbelehrbar sind. Entweder ist es unmöglich, sie zu überzeugen, weil ihnen jedes Gefühl für Gerechtigkeit und das notwendige Sachverständnis fehlt, oder sie w ollen sich einfach nicht eines besseren belehren lassen! Auch von Herrn Staufs wissen wir nicht nur aus diesem Artikel, daß ihm