Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 18 (1912)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1912)
- Article
- [Ohne Titel]
- Date
- 1912-10-01
- Page
- 473 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- address
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2316602-2316817-2316826--22964-2346523- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Briefkasten. 473 für die Ackerstr. 27 gelegene Sophien-Apothrke, die zweifellos auch jüdische Kundschaft hat, einen ch r i st lichen Herrn für Defektur und Handverkauf gesucht. - Wir bringen wiederholt zur Kennrms unserer Leser, daß die Firma C. Moritz, Inhaber Otto u. Ioh. Moritz, Möbelbranche, Landsberg a. d. W., nur Herren evangelischer Konfession sucht. * G. £., Berlin. Auf das „Internationale Jäger- Heim", Kaiserstraße 16, hat die „Staatsbürger-Zeitung^ bereits aufmerksam gemacht und dabei hervorgehoben, daß der Inhaber Futh ein alter Seemann sei und ein treudeutscher Mann. Als solcher habe er in seinem Lokal außer anderen merkwürdigen Dingen „die leider seltener werdenden antisemitischen Bilderbogen in großer Zahl ausgehängt, auch sei daselbst eine Originalaufnahme von ihm mit dem Grafen Pückler in Weichselmünde zu besichtigen". Dast der Antisemitismus „ein internationales Geschäft" ist, war schon früher bekannt. A. T., Leipzig. Die „Tägliche Rundschau" gehört zu den dentschvölkischen Blättern, die zwar nicht als antisemitisch betrachtet werden wollen, aber zuweilen recht gern mit den radikalantisemitischen Organen in Anfeindungen des Judentums wetteifern. Die Veröffentlichung einer sehr ausführlichen Zuschrift des antisemitischen Schriftstellers PH. Staufs „überde n u m f ci n q und Wirkungsweise d e r jüdischen O r g a n i s a L i o n" ist dafür der deutlichste Beweis. Was dieser Wortführer der Antisemiten über das Bestehen und die Tätigkeit unseres Central derer ns sagt, gilt uns aber kaum als ein Vorwurf, so gehässig dabei auch die Absicht Stausfs ist. Wir geben deshalb folgende Sätze wörtlich wieder: „Der Centralverein, der mehr als 10 000 Mitglieder an allen größeren Orten Deutschlands zählt (dies ist wohl nur ein Druckfehler und soll mehr als 100 006 heißen) und die Iudenschaft in dem, was ihr religiöse Dinge sind, so geschlossen vertritt, als ob es AuffassnngsverschiedenheiLen im Judentum nicht gäbe, hat wohl ein halbes Dutzend mal den Hammer-Herausgeber Theodor- Fritsch auf die Anklagebank gebracht, weil dieser — belegt! —- die jüdischen Religionslehren aus Talmud und Schulchan Arnch sowie die Verheißungen und Erzählungen der Thora so bezeichnete, wie sie eben dem germanischen Wesen ausschließlich