Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 18 (1912)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1912)
- Article
- [Ohne Titel]
- Date
- 1912-10-01
- Page
- 467 (sequence 3)
- Language
- German
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Verenlsnachrichten. 46/ Don S? ö r p c r ]~ d) a f t e n erwähnt Word e n, welche die geschichtliche Darstellung der Emanzipation der Inden durch Herrn Dr. I s m a r Freund veranlagt haben; versehentlich ist aber die Bemerkung w eg - geblieben, d a st das Freunds che Wer k auf Ver a n - l a s s u n g und unter Leitung unseres Central- Vereins h e r a u s g e g e b e n worden i st. Dies sei deshalb ergänzend hervorgehoben. — Der Hieb, den wir in einer der letzten Nummern unserer Zeitschrift gegen den Herausgeber des „V o l k s e r z i e h e r", Herrn Wilhelm Schwaner, geführt haben, hat gesessen. Herr Schwaner ist empört darüber, daß wir ihm, und zwar mit vollem Wechte, nachgewiesen haben, daß er weder die Bibel kennt, noch auch Goethes „Dichtung und Wahrheit" verstanden hat. In der letzten Nummer des „Volkserzieher" gibt er sich vergebliche Mühe, seine Anwissenheit zu entschuldigen und zitiert aus reiner Verlegenheit eine Stelle aus Goethe, die für die Sache so paßt, wie die Faust aufs Auge. Der Aufforderung des Herrn Or. Holländer, deutlich zu sagen, was er von der Bibel und dem Gott der Juden sagen zu können glaube, geht Herr Schwaner mit einigen Phrasen aus dem Wege. Gr leistet sich hierbei folgenden Satz: „Aber „der Gott der Juden"? Welchen meint Herr Dt. Ludwig Holländer, Wechtsanwalt und Syndikus des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens: den plura^ lischeu Clohim, den feuerherrischen und kriegswaltenden Moloch, den mondherrlichen Iehoh, den man nur mit Adonai anreden darf, den angestammten stechenden Seth, den Sem, den himmlischen Zebaoth oder das — goldene Kalb?" Cs wäre uns interessant zu erfahren, woher Herr Schwaner dieses Wissen hat, aus der Bibel jedenfalls nicht, denn die kennt er nicht. — Die Blätter, welche Berichte über den Prozeß zwischen dem Ortsgruppenvorsitzenden Dt. Max Mainzer-Frankfurt a. M. und dem D. H. B. brachten, haben verschiedene sehr wichtige Tatsachen verschwiegen, auf die wir Hinweisen möchten. Zunächst wurde als erwiesen festgestellt, daß der D. H. V. antisemitisch ist, was er bekanntlich in Frage zu stellen sucht, trotzdem in seinen Statuten ausdrücklich gesagt ist, daß Juden und allen übrigen im bewußten Gegensatz zum Deutschtum stehenden Leuten die Aufnahme in den Verband verboten ist. Noch viel wichtiger aber ist der Nmstand, daß die Bestrafung des Herrn Dt. Mainzer nur deshalb ausgesprochen worden ist, weil der Antisemitismus des D. H. V.