Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 18 (1912)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1912)
- Article
- [Ohne Titel] / S.
- Date
- 1912-07-01
- Page
- 364 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- address
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2316602-2316817-2316824--22788-2346322- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
64 Im deutschen Reich. mitbringt, Die geeignet sind, ihn unbeliebt zu machen: Verweichlichung, vorlautes, großsprecherisches Wesen, Aufdringlichkeit und körperliche NnLüchtigkeit". Nunmehr teilt - uns Herr Di-. Wyneken mit, daß. er nur einmal den Versuch gemacht habe, jüdische Kinder ausnahmweise abzulehnen, daß dies lediglich im Interesse der jüdischen Kinder geschehen sei, und daß er diesen Versuch, da er Mißdeutungen ausgesetzt war, nicht wiederholt habe. Die Freie Schulgemeinde stehe auf absolut interkonfessioneller, rein kultureller Grundlage und habe mit Antisemitismus nichts zu Lun. Wir freuen uns, wenn Herr Or. Wyneken eingesehen hat, daß seine oben wiedergegebenen Anschauungen zum mindesten mißverständlich gewesen sind, und wenn er bestrebt ist, in Zukunft innerhalb seiner Schülerschar konfessionelle Trennungen nicht aufkommen zu lassen. Wie wir übrigens von einer durchaus maßgebenden und einwandfreien Persönlichkeit hören, liegt in dem damaligen Schreiben des Or. Wyneken wirklich nur ein allerdings sehr bedauerliches Versehen vor. Oi-. Wyneken wird von dieser Seite als eine durchaus objektiv und gerecht denkende Persönlichkeit geschildert. — Die Synagogen-Gemeinden Stralsund und Neustadt i. Schl, haben sich den Gemeinden angereiht, die dem Central-Verein korporativ angeschlossen sind; die Synagogen- Gemeinde Wiesbaden hat ihren Jahresbeitrag erhöht. — Am 22. Juni hat in P a n k o w auf Einladung der Herren Waisenhausdirektor Grunewald und Sanitätsrat Dr. Schäfer eine Besprechung einer größeren Zahl angesehener Pankower Bürger stattgefunden, an welcher auch mehrere Herren des Ortsgruppen-Vorstandes Berlin N. NO. Leilgenommen haben. Sämtliche anwesenden Herren, die noch nicht Mitglieder des Eentralvereins waren, traten diesem bei; mehrere Mitglieder erhöhten ihre Beiträge. Es wurde beschlossen, im Herbst eine Ortsgruppe zu gründen, sobald die erforderliche Mitgliederzahl vorhanden sein würde. — Im Anschluß an die Landesverbandsversammlung für Hessen-Nassau und das Großherzogtum Hessen fand unter Vorsitz des Herrn I)r. med. Max Mainzer-Frankfurt et. M. vor einigen Wochen in Gießen eine Propagandaversammlung statt, die von nahezu 100 Glaubensgenossen aus Gießen und Amgebung, auch zahlreichen Damen, besucht war, und einen Beweis dafür bildete, wie auch hier der Boden für den Gedanken der Selbstverteidigung vorhanden ist und nur der Beackerung gewartet hat. Nachdem der als Vertreter des Zentralvorstandes anwesende Herr Rechtsanwalt Max Abel-Essen einen kurzen, wirkungsvollen Aufruf im Sinne des Centralvereins an die Versammlung gerichtet hatte, sprach Herr Rechtsanwalt