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Im deutschen Reich · 1912-05-01 · Heft 5 (Mai 1912) · p. 209

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
18 (1912)
Issue
Heft 5 (Mai 1912)
Article
Die Zukunft der Juden
Date
1912-05-01
Page
209 (sequence 1)
Language
German
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Zm deutschen Reich. mmm des ßrsttllwereias devtscher Staatsbkrger jkdiWev tzlaaSevr. Grfcheint zwolfmal im Jakre. Der „Central - Verem deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens" bezweckt, die deutschen Staatsbürger jüdischen Glaubens ohne Unterschied der religiösen und politischen Richtung zu sammeln, um sie in der tatkräftigen Wahrung ihrer staatsbürgerlichen und gesellschaftlichen Gleichstellung sowie in der unbeirrren Pflege deutscher Gesinnung zu bestärken. (§ 1 der Satzung des Vereins.) XriU. Iahrg. Berlin, Mai 1912. Nr. 5. Die Zukunft der Juden. Linen eindrucksvollen Verlauf nahm die allgemeine Versammlung des Central - Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens am 12. März in der Gesellschaft der Freunde, in welcher Sombarts Ideen über die staatsbürgerliche Stellung Der Juden, die er in seinem neuesten Werk: „D i e Zukunft der Juden" entwickelt hat, von den beiden Referenten des Abends, Herrn Iustizrat I)r. Lugen Fuchs und Herrn Dr. Alfred GoldschmidL, Königshütte, zum Gegenstand einer scharfen Kritik gemacht wurden. Die Wichtigkeit des Themas und die Bedeutung der Redner hatten bewirkt, daß, der Saal bis -auf den letzten Platz gefüllt war, und die Erschienenen lauschten mit größtem Interesse den Ausführungen beider Referenten. Der Vortrag des Herrn Iustizrats Dr. Eugen Fuchs, der mit zwingender Logik Sombarts eigenartige Theorie, Daß die deutschen Juden den „erforderlichen Takt besitzen müssen, um die ihnen gewährte Gleichberechtigung nicht voll und ganz auszu nutzen" ad absurdum führte, wird in seinem Wortlaut in einem der nächsten Hefte zum Abdruck gelangen, um denjenigen unserer Leser, die der Versammlung nicht haben beiwohnen können, die Rede zur Kenntnis zu bringen. Das Referat des Herrn Dr. Goldschmidt geben wir im Folgenden mit einigen Kürzungen wieder. Ans alle — so führte der Redner etwa aus — hat am Heuligen Abend e i n Gefühl zusammengeführt,- das Gefühl: zu prüfen, ob die Politik, die wir eingeschlagen haben, um unserer bedrohten Iudensache zu helfen, die richtige sei. Was ist in letzter Zeit geschehen, das den Anlaß dazu ge- Loren hat?

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