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Im deutschen Reich · 1912-04-01 · Heft 4 (April 1912) · p. 166

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
18 (1912)
Issue
Heft 4 (April 1912)
Article
Die 3. Versammlung des Landesverbandes des Central-Vereins für Hessen-Nassau und Großherzogtum Hessen
Date
1912-04-01
Page
166 (sequence 3)
Language
German
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IRI
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Jur deutschen Reich. 166 west- und Süddeutschland eventuell ein besonderes Sekretariat geschaffen werde, das die immer mehr wachsende Arbeit des Frankfurter Vorstandes erleichtern, andererseits den Zentralvorftand bezüglich der Propaganda im Süd-Westen entlasten soll. Der nächstjährigen Verbandsversammlung soll eine Neuorganisation des Landesverbandes vorgeschlagen werden, derart, daß ein geschästsführend er Ausschuß an einem Hauptort, etwa Frankfurt a. M. seinen Sitz hat, während die übrigen Vorstandsmitglieder auf die Ortsgruppen und kleineren Gemeinden entfallen sollen. Für das neue Jahr wurde Frankfurt wiederum als Vorort bestimmt, Herr Dr. med. Mainzer als Vorsitzender und die Herren Dr. med. Felix Blumenfeld-Cassel, Hermann Vlumenthal-Cassel, Dr. jur. Rudolf Geiger-Frankfurt a. M., Salch Haas-Marburg, Dr. jur. Josef Katzenstein-Cassel, Dr. jur. Siegfried Kotzenstein-Frankfurt a. M., Rabbiner Dr. Salfeld-Mainz, Meier Rosenthal-Wetzlar, Benedict Straus-Wiesbaden, Dr. jur. Josef Strauß-Darmstadt als Beisitzer in den Landesverbandsvorstand gewählt. Die Versammlung brachte dem Verein auch einen stattlichen Mitgliederzuwachs. * Ein Jüdisch-Germanisches Museum. Von Jakob Seifensieder - Nürnberg. Die antisemitische Bewegung der letzten Jahrzehnte hat auf die deutschen Juden völlig entgegengesetzte Wirkungen hervorgebracht. Wahrend sich ein kleiner Teil von ihnen dem Zionismus in die Arme warf, schloß sich die weitaus' überwiegende Mehrheit desto inniger an ihr deutsches Vaterland an, so wie wir ein kostbares Gut, das man uns entreißen will, mit verdoppelter Kraft festzuhalten und zu verteidigen suchen. And von dieser unserer Liebe zu Deutschland lassen wir auch! in Zukunft nicht, trotz der kränkenden Zurücksetzungen, die wir fortgesetzt auf heimatlichem Boden erfahren. Auf deutscher Erde geboren und herangewachsen, haben wir durch alle Poren unseres Seins deutsches Wesen in uns ausgenommen und fühlen uns nun in unserem Fühlen und Denken so deutsch wie nur irgend einer unserer christlichen Mitbürger. Doch wir vergessen und vernachlässigen darüber unser Judentum nicht, das den anderen Pol unseres Daseins bildet, und wenn wir mit Wilhelm Raabe, dem deutschen Dichter, geloben: „Vergesse ich dein, Deutschland, großes Vaterland, so werde meiner Rechte vergessen", so klingen doch auch unvergeßlich durch unser ganzes Leben die ewigen

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