Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 18 (1912)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1912)
- Article
- [Ohne Titel] / Weigelin
- Date
- 1912-01-01
- Page
- 47 (sequence 8)
- Language
- German
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V ereinsnachrichten. 47 herein auf. Außerdem sprach Herr Rabbiner Dr. Straßburger- Vdm über bk Wichtigkeit der Erziehungsarbeit der Frauen und über die jetzige und künftige Zusammensetzrulg der israelitischen Oberkirchenbehörde in Württemberg. Wach dem Schlußwort des Herrn Rechtsanwalts Dr. E. Moos-Stuttgart erfolgte die G r ü n düng der O r t s g r u p p e Hl m und die einstimmige Wahl des Herrn RechLsanwalts Moos I zum Vorsitzenden, des Herrn Di-, mcd. Fr. Hirsch zum Schriftführer itrtb des Herrn Fabrikant Oskar Lebrecht zum Beisitzer. — Die GenerAversammlxnig der Ortsgruppe Freiburg sand am 10. Dez. im „Hotel zum Erbprinzen" statt. Herr Hauptlehrer Heidingsfeld erstattete nach einigen einleitenden Worten den Bericht über die Tätigkeit des Ortsgruppenvorstandes im abgelausenen Vereinsjahre. Der Bericht ließ erkennen, daß der Vorstand sich die Wahrung unserer Rechte gegenüber antisemitischen Anrempelungen hat angelegen sein lassen. In der sich anschließenden freien Aussprache interessierten besonders die Ausführungen des Mitgliedes des Zentralvorstandes, Herrn Dr. med. I. Lewh, der anknüpfend an den letzten Zentral- Vorstandes-Bericht Ausschluß über die Art der Arbeit der Zentrale gab. Der bisherige Vorstand der Ortsgruppe, die jetzt 12ä Mitglieder zählt, wurde wiedergewählt. & — Infolge der im „Wachtrag" des Dezember Heft es erfolgten Veröffentlichung einer die C h a r I o t t e n h e i l a lt }t a I r für A ugenkranke betreffenden Zuschrift aus Stuttgart ist uns nachstehendes Schreiben des Herrn Dr. Weigel i n zugegangen: „Es ist unrichtig, baß die Eharlotteu-Heilanstalt bei Ausgabc ihres Assisteuzarztgesuches mit .der Forderung der Angabe der Konfession jüdische Bewerber ausschließen wollte. Die Annonce wurde in der von den ärztlichen Mitteilungen gebrachten Form nicht von dem linterzeichneten angegeben, sondern wurde von der Redaktion der ärztlichen Mitteilungen auf Grund eines ansgefüllten Fragebogens in der beanstandeten Form aufgesetzt. Als ich erfuhr, daß die betreffende Annonce in diesem Sinne aufgefaßt werde, daß dadurch jüdische Bewerber ausgeschlossen sein sollen, was mir durchaus fern liegt, habe ich sofort veranlaßt, daß die