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Im deutschen Reich · 1911-12-01 · Heft 12 (Dezember 1911) · p. 689

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Im deutschen Reich
Volume
17 (1911)
Issue
Heft 12 (Dezember 1911)
Article
Berlin / A. L.
Date
1911-12-01
Page
689 (sequence 9)
Language
German
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IRI
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Korrespondenzen. 689 Sammlung der Gegenstände dieser Gruppen ist bis auf wenige Ausnahmen den Bemühungen des Herrn Dr. Grunwald zu verdanken.) Der Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis läßt ersehen, daß das Buch ein Gebiet behandelt, das bis heute fast vollständig brach gelegen hat. Es weist für Mediziner, Theologen, Historiker, insbesondere für jüdische Kreise, viel Neues und Altes in neuer Beleuchtung auf. — Wir haben uns bereits wiederholt mit dem von Referendaren in Preußen viel benutzten Buche von Daubenspeck „Referat, Votum und Urteil" beschäftigt. Da sich? auch in der 10. Auflage noch mehrere Stellen befanden, an welchen die jüdischen Leser aus dem Grunde Anstoß nehmen mußten, weil für Beispiele ordnungsmäßiger Bezeichnung der Prozeßparteien sowie der Anwälte ausschließlich jüdisch klingende Namen gewählt worden waren (Seite 76, 178, 179), wandten wir uns Ende vorigen Jahres an den jetzigen Herausgeber dieses Werkes, Herrn Amtsgerichtsrat Friedrich Dauben speck in Bergen auf Rügen, mit der Bitte, für den Fall einer Neuauflage des Buches eine Abänderung auch dieser Stellen zu veranlassen. Wir erhielten daraufhin Anfang des Jahres von Herrn Amtsgerichtsrat Daubenspeck die Mitteilung, daß er in der 11. Auflage unserem Wunsche Rechnung getragen habe. Tatsächlich sind die oben angeführten Beispiele auch in unserem Sinne durch Auswahl neutral klingender Namen abgeändert worden, so daß nunmehr die Angelegenheit erledigt ist. — Die „Liberale Korrespondenz" berichtet über die krankhafte Juden riech er ei der Antisemiten: „Jetzt wird sogar allen Ernstes über das Vordringen des Judentums in — Schweden, bekanntlich dem „rassereinsten" germanischen Lande der Welt, in den „Deutsch-Sozialen Blättern" geklagt. Weil irgendwo zwei Juden in Schweden Schnaps ausschänken und einer angeblich in einem Reklamebild die Geistlichen lächerlich macht, bricht das genannte Blatt in den Jammerruf aus: „Während die Deutschen in Skandinavien noch einen Kern des Germanentums vermuten, ist er schon angefault und innerlich vom Judentum vergiftet." Dazu bemerkt die „Liberale Korrespondenz": „Wenn man solchen Unsinn liest, so muß man immer daran denken, daß hinter diesem Blatt und hinter dieser Partei Abgeordnete stehen, die als

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