Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 17 (1911)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1911)
- Article
- Der Untergang der deutschen Juden
- Date
- 1911-12-01
- Page
- 668 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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668 Jur deutschen Reich. Judenheit darauf zu lenken, daß die zu geringe Fruchtbarkeit, der Austritt und die Mischehe, die Z u - u a h m e der Ehelosigkeit, G e s ch l e ch ts k r a n k - h e i t e n, g e i st i ge Störungen, d a s Verlassen des freien Landes u n d das einseitige Besiedeln der G r o ß st ä d t e, Ei u d ringen in die freien und k o in m erzielte n Berufe unter Bern a ch l ä s s i g u n g der G e w e r b e usw. e i n e s ch w e r e G e f a h r für u n s e r e E x i st enz bedeuten. Der Leiter des statistischen Seminars, an dem Br. Segall seinen staatswirtschastlichen Doktor machte, Prof. v. Mayr, hat die Frage „Sein — oder Nichtsein" der deutschen Juden aus Grund meiner Thesen in ihrer Schwere anerkannt. Ich könnte hier noch viele andere bedeutende Männer zitieren, die nicht mit dem Optimismus des Dr. Segall für die Juden in die Zukunft blicken und mir recht geben. Nun, ich habe das Vertrauen, daß mein Appell an das öffentliche Gewissen nicht nur das Interesse bedeutender Christen, sondern auch unter den Juden Männer finden werde, die in sachlicher Weise die Frage untersuchen und die Verantwortlichkeit und den Ernst des schicksalsschweren Augenblicks erfassen. Felix A. Theilhaber. II. Ich hätte Herrn I)r. T h e i l h a b e r einen besseren Sachverständigen für die Beurteilung der Frage, ob der in meiner Kritik seines Buches „Der Untergang der deutschen Juden" angeschlagene Ton „recht schroff gegen die in vornehmen Blättern gepflogene Sitte verstößt" gewünscht als gerade den Anonymus in der „Jüdischen Presse", aus den er sich beruft. Ich hätte Br. Theilhaber ferner einen besseren Sachverständigen für die Beurteilung des wissenschaftlichen Wertes seiner Arbeit gewünscht als die „Augsburger Postzeitung", aus die er sich in der „Israelitischen Wochenschrift für die Schweiz" beruft; denn es dürfte ihm wohl bekannt sein, daß die verantwortliche Schristleitung der „Augsburger Zostzeitung" in den Händen des Antisemiten Di. Hans R o st ruht. Daß die Antisemiten an dem „Untergang der deutschen Juden" nichts auszusetzen haben, ist selbstverständlich. Ich brauche wohl kaum ausdrücklich zu erklären, daß mir bei der Abfassung der Besprechung jeder persönliche An-