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Im deutschen Reich · 1911-12-01 · Heft 12 (Dezember 1911) · p. 665

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
17 (1911)
Issue
Heft 12 (Dezember 1911)
Article
Der Untergang der deutschen Juden
Date
1911-12-01
Page
665 (sequence 2)
Language
German
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„Der Hutergaiu] der deutschen Juden/ 665 geben. Im allgemeinen zeigte ich, wie die Bevölkerungsbewegung qualitativ und quantitativ zurückgeht. Aber ich suchte mit dem Rückblick in die Vergangenheit und in die Gegenwart zugleich Richtlinien für die Arbeit in der Zukunft zu geben. Diese groß-zügige Darstellung suchte Herr Di:. Seg all dadurch zu erschüttern, daß er meine Behauptung, die deutschen Juden vermehren sich nicht mehr genügend, zu paralysieren silchte. Er behauptete, die jüdische Sterblichkeit kann und wird noch sinken, weil die ausländischen Juden sie ungünstig beeinflussen. Außerdem hätte ich die jüdische Fruchtbarkeit nicht wissenschaftlich bestimmt. Ich möchte die Leser mit der Methode vertraut machen, wie Dr. S eg all die Einwirkung der Einwanderung auf die jüdische Sterblichkeit in Deutschland erklärt. Er schreibt wörtlich: 19092) Ein letzter Grund, daß die Sterblichkeit der Juden niedrig ist, liegt in der Einwanderung. Man denkt beim Rückgang der Sterblichkeit zumeist an die Verbesserung der sanitären Verhältnisse und berücksichtigt nicht daß bei den Juden wesentlich die Einwanderung von Leuten im p r o d n ki t t> e n Alter eine Rolle spielt, in einem Alter, wo die Sterbewahrscheinlichkeit eine geringe ist . . . 19113) Teilhaber übersieht, daß die Einwanderer die Sterblichkeit erhöhen. Denn nicht immer sind es bloß die im kräftigsten Alter stehenden Personen welche einwandern, sondern zum Teil geht die Einwanderung familienweise vor sich, so daß Kinder und alte Leute, welche von der Sterblichkeit mehr bedroht sind, zur Masse der Einwanderer gehören. D i e E i n w a n d e r u u g ha t d en Vorteil, daß sie durch die Masse der jugendlich kräftigen Personen, welche herbeiströmen, die Sterbeziffer im ganzen herabdrückt. Daher kommt es, daß die Sterblichkeit der deutschen Juden in Deutschland in den letztenJahrsünften bei weitem nicht so abgenommen hat, als man hätte erwarten dürfen. 2) Dr. Segall: Die Entwickelung der Juden in München 1909. Doktor-Dissertation. 3) Im deutschen Reich. Septemberhest. Kritik von Dr. Segall.

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