Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 17 (1911)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1911)
- Article
- Berlin
- Date
- 1911-10-01
- Page
- 569 (sequence 4)
- Language
- German
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Korrespondenzen. 569 Ob sie die Jünger Jesu für Juden hielten? Also Verkünder der Lehre Christi durch die Juden usw. Da ich manches Jahr hindurch vortrefflichen Religionsunterricht genossen hatte, belegte ich alles durch Biebelstellen, ging dann auf einige Aussprüche Christi ein, die Milde und Versöhnung predigten, und empfahl mich dann kurz den verdutzt dreinschauenden Männern. Noch heute empfinde ich ein wohltuendes Gefühl, daß ich den unversöhnlichen Brief an Stöcker geschrieben und den Männern in der Redaktion von dem Christentum etwas vorerzählt habe, von dem Christentum, das sie alle mit Füßen getreten haben. — —" — Ueber die Art, wie der Auslands-Redakteur der „K r e u z - Z e i tu n g", Freiherr v. W a n g e n h e i nt, den Amerikanern eine gute Meinung von dem Bildungs-Niveau des deutschen Volkes beizubringen denkt, gibt uns das Folgende einen deutlichen Aufschluß. Ein früherer deutscher Journalist, der schon viele Jahre in den Vereinigten Staaten wohnt, wurde durch einen Artikel einer deutschen Zeitung in Milwaukee veranlaßt, der „Kreuz-Zeitung" mitzuteilen, daß von deutschen Blättern veröffentlichte abfällige Urteile über amerikanische Verhältnisse auf Grund ungenügender Informationen geeignet seien, die guten Beziehungen zu Deutschland zu schädigen. Darauf erhielt er nachstehende, vom ZI. Mai d. I. datierte Antwort: Zurück! „Wenn Sie Ihre Kenntnis über die deutsche Presse aus Zeitungsausschnitten der Art, wie oben angeklebt, schöpfen, so tun Sie mir leid. Wenn Sie aber auf Grund derartiger Notizen, und ohne eine Ahnung vom Inhalte der deutschen Presse ,zu besitzen, blödsinnige Behauptungen und Verleumdungen aussprechen, wie in dem umseitigen Schreiben, so sind Sie einer der h u n d s f ö t t i s ch st en Burs ch e n — vermutlich ein I u d e n l ii nt m c l —, die ich kenne. In diesem Sinne! A. F r h r. von Wan gen he im." Nachdem ein Artikel der „Germania-Abeichpost'tz der sich mit der Angelegenheit beschäftigte, von dem „Berliner