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Im deutschen Reich · 1911-09-01 · Heft 9 (September 1911) · p. 518

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
17 (1911)
Issue
Heft 9 (September 1911)
Article
[Ohne Titel]
Date
1911-09-01
Page
518 (sequence 3)
Language
German
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In. deutschen Reich. 516 „Jin Interesse des Central-Vereins sehe ich mich veranlaßt, darauf aufmerksam zu machen, daß der Deutschnationale H a n d l u n g s g e h i l f e n - V e r b a n d au ch a n jüdische Firmen ein Runds ch reiben wegen der ungetcütcu Arbeitszeit ergehen laßt. Ich habe das an meine Firma adressierte Rundschreiben an den Deutsch-nationalen Handürngsgehilfen-Verband, München,' Herrenstraße 38, mit der Bemerkung zurückgesandt: „Jur Besitze Ihres Rundschreibens vom 28. pto. mit Broschüre geben wir Ihnen diese einliegend zurück und bitten, Zusendungen an uns zu unterlassen. Hochachtungsvoll Billigheimer L Einstein. Da der Verband nicht jedermann als antisemitisch bekannt ist, dürfte es sich empfehlen, darauf aufmerksam zu machen." — Wir sind mit dem Vorgehen des Herrn Adolph Einstein durchaus einverstanden ltnb wünschen, daß es alle jüdischen Firmen so machen möchten. — Im Anschluß an den in der letzten Nummer unserer Zeitschrift veröffentlichten Artikel über die Teilnahme j ü d i s ch e r K i n d e r a m ch r i st l i ch e n Religions - unterricht sind uns darüber Klagen zugekommen, daß die in dem Artikel getadelten Zustande nicht zum geringsten Teil darauf beruhten, daß die jüdischen Gemeinden nicht überall für genügenden Religionsunterricht sorgen. Zwar hat sich der Zustand in den letzten Jahren in dieser Beziehung wesentlich gebessert, und man muß anerkennen, daß die Gemeinden bestrebt sind, die bestehenden Mängel nach Kräften abzuschaffen. Es sind uns jedoch immerhin Fälle bekannt, in denen tatsächlich jüdische Gemeinden auf die Anstellung eines Religionslehrers seitens der dazu verpflichteten Behörden nicht hinwirken. — Im Dezember vorigen Jahres wurde uns oon zuverlässiger Seite mitgeteilt, daß der O b e r p o st a s s i st e n t Gärtner zu S ch m a l k a l d e n kurz vorher den Sohn des Fabrikarbeiters Wilhelm Erbe mit Erfolg beauftragt habe, unter die Bevölkerung Schmalkaldens Flugblätte r zu verteilen, die vom R e i ch s v e r b a n d der deutschs o - ztaten Blätter in Hamburg herausgegeben waren. Diese Flugblätter, in denen zum Boykott jüdischer Kaufleute bei dein Einkauf von Weihnachtsgeschenken ausgefordert wurde,

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