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Im deutschen Reich · 1911-09-01 · Heft 9 (September 1911) · p. 488

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
17 (1911)
Issue
Heft 9 (September 1911)
Article
Der Untergang der deutschen Juden
Date
1911-09-01
Page
488 (sequence 4)
Language
German
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488 Im deutschen Reich. in früheren Jahren die -Fruchtbarkeit der deutschen Inden in der Weise zu ermitteln gesucht, daß die jüdischen Geburten eines Jahres zu den Ehen, welche in demselben Jahre geschlossen wurden, in Beziehung gesetzt wurden. Ruppin hat diese Methode übernommen und ebenso alle anderen, die sich mit jüdischer Statistik beschäftigen* **)). Auch Theilh a b e r s Ergebnisse beruhen auf dieser B e r e ch - n u n g s w e i s e, die s i ch bei n ä Here r B e t r a ch t u u g a l s du r ch a n s i: nzuverlässig da r st eilt r: n d v o n der W i s s e n s ch a s t j e tz t v o L l st ü n d i g a b g e leh n t i st. Hindelong, wohl einer der besten Kenner der Fruchrbarkeitsstatistit sagt in seinem Werke: „Die neuzeitliche Entwicklung der f Aruchtbarkeitsverhältnisse, insbesondere in Bayern"*)" über diese Ncethode folgendes: Der Wert dieser Berechnungsweise ist ein sehr prekärer, wenn man sich beschränkt auf ein Jahr oder nur wenige Jahre. Denn sehen wir uns einmal die in diesem kurzen Zeitraum vorkommenden Geburten näher an in bezug auf ihre Provenienz. Die Ehen, aus denen sie hervorgehen, stammen zum großen Teil ans einem früheren Zeitraum, als dein für die Geburten angenommenen, besonders wenn sich die Vergleiche auf ein Jahr beschränken. Es fehlt also bezüglich des weitaus größten Teils der Geburten ein Kausalzusammenhang mit den Ehen, auf welche sie bezogen werden. Das Verhältnis von Ursache und Wirkung ist nur in ganz geringen: Umfange gegeben." Solange wir nicht den Altersaufbau der deutsche:: Juden in Verbindung mit der Familienstandsgliederung für mehrere Volkszählungen besitzen, sei es für das ganze Reich oder wenigstens für einzelne Bundesstaaten, oder gar, wie es die bulgarische Statistik für die einzelnen Konfessionen macht, eine Kombination zwischen dem Alter der Eltern und der Zahl der Kinder in der Ehe, sind wir nicht in der Lage, eine exakte Frnuhtbarkeitsstatistik der deutschen Juden aufzustellen. Es bleibt uns nichts übrig als auf dem Wege der Spezial- *) Auch wir haben uns einnrat im Heft ä, Jahrgang 5 der „Zeitschrift fixe Demographie nnd Statistik der Inden" dieser Methode bedient, gleichzeitig aber auf die Inkorrektheit derselben hingewiesen. Das Grundlegende, weiter unten zitierte Werk von vr. Hindelang erschien später. **) (München, 1909).

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