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Im deutschen Reich · 1911-09-01 · Heft 9 (September 1911) · p. 487

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
17 (1911)
Issue
Heft 9 (September 1911)
Article
Der Untergang der deutschen Juden
Date
1911-09-01
Page
487 (sequence 3)
Language
German
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Der Untergang der deutschen Juden. 487 Ergebnisse der Statistik zu werten, nicht gerecht geworden, weil ihn der Gedanke allzusehr beherrscht hat, daß er aus den bloßen absoluten Zahlen einen bündigen Schluß auf die Fruchtbarkeit Ziehen könne. Wir erkennen an, daß Theilhaber es ehrlich mit dem Judentum meint, daß nur die lautersten Absichten ihn bei der Abfassung seiner Schrift geleitet haben, wir können ihm aber den Borwurs nicht ersparen, daß er viel zu rasch aus den Zahlen seine Schlüsse gezogen hat, daß er nicht sorgfältig und reiflich sich das Material angesehen hat, das ihm als Unterlage für seine zuweilen recht kühnen Schlußfolgerungen dient. Theilhaber sieht nur Zahlen, nicht wie sie zustande gekommen sind. Dazu kommt, daß er viele falsche Zahlen bringt, die den Wert seiner statistischen Berechnungen herabmindern.! Bevor wir die Hauptpunkte der Arbeit herausgreifen und kritisch beleuchten, halten wir es für angebracht, zunächst einige allgemeine Bemerkungen über den gegenwärtigen Stand der Statistik der Fruchtbarkeit der deutschen Juden zu machen. Wir stehen nicht an zu erklären, daß wir heute über die Fruchtbarkeit der deutschen Juden nichts Zuverlässiges aussagen können, weil uns fast alle für die Beurteilung dieser nächtigen Erscheinung notwendigen Unterlagen fehlen: es ist nicht etwa allzu großer Optimismus oder gar Furcht vor unliebsamen Resultaten, welche diejenigen, die sich bisher mit der Statistik der deutschen Juden befaßt haben, abgehalten haben, ein abgeschlossenes Urteil hierüber abzugeben. Wer sich mit den Fragen der Bevölkerungspolitik näher beschäftigt hat, weiß, mit welchen Schwierigkeiten die Aufstellung einer exakten Fruchtbarkeitsftatiftik selbst für die Gesamtbevölkerung eines Landes verbunden ist. Die gründlichen Studien M o m - b c r t s und Hindelangs auf diesem Gebiete beweisen das hinlänglich, trotzdem es ihnen an reichlichem amtlichem: Material zur Lösung des Problems nicht fehlte. Ganz besonders schwierig aber ist es, die Fruchtbarkeit der jüdischen Masse, die in ihrem sozialen Aufbau und ihrer wirtschaftlichen -Gliederung sich von der übrigen Bevölkerung scharf abhebt, statistisch zu erfassen, da uns zur Messung der jüdischen Fruchtbarkeit nichts als die absoluten Zahlen der jährlichen Gekarrten zur Verfügung stehen. Die amtliche Statistik hat

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