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Im deutschen Reich · 1911-06-01 · Heft 6 (Juni 1911) · p. 353

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
17 (1911)
Issue
Heft 6 (Juni 1911)
Article
[Ohne Titel]
Date
1911-06-01
Page
353 (sequence 8)
Language
German
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IRI
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Vereinsnachrichten. 353 Angriffe ein wachsames Auge haben und ihnen mit Energie entgegentreten soll. Gewählt wurden die Herren Pr. Eisner als erster, Carl Steinfeld als stellvertretender Vorsitzender, die Herren Rabbiner D'r. Dienernann, Rechtsanwalt Steiner, Hans Höniger, Josef Benjamin und Siegfried Bartenstein als Beisitzer; zum Schluß referierte Rabbiner Pr. Dienemann über die Hauptversammlung und seine dort gewonnenen Eindrücke. — In einer von über 1500 Männern und Frauen besuchten Versammlung, die gemeinsam von dem Central- Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens und dem V erb and e d er d euts ch en Iuden einberufen war, wurde am 27. April in Frankfurt a. M. das Thema der Zurücksetzung der Juden im Heere in eindruckvoltster Weise behandelt. Die Versammlung leitete der Vorsitzende des Centrat-Bereins-Landesverbandes für Hessen-Nassau, Herr Pr. med. Max Mainzer, der in der Begrüßungs-Ansprache betonte, daß die Behandlung der Juden im deutschen Heere, besonders in einem Staat wie Preußen, auch für das bürgerliche Leben maßgebend sei. Als erster Referent sprach Herr Justizrat Pr. Breslauer- Berlin, dessen Rede unter stürmischem Beifall mit den Worten schloß: „Es muß und wird gelingen, das Recht durchzusetzen, und trotz aller Widersacher und aller Feinde das Ziel zu erreichen, das der Jude ebenso wie der christliche Deutsche nach Verfassung wie Gesetz zu erreichen berechtigt ist/' Der zweite Referent, Herr Rechtsanwalt Pr. Löwenthal-Frankfurt a. M., dessen Ausführungen ebenfalls durch rauschenden Beifall geehrt wurden, gab ebenfalls der Hoffnung Ausdruck, daß die deutschen Juden durch festes und unerschütterliches Zusammenstehen und mutiges Vorgehen es erreichen würden, einen der Hauptsteine aus dem Bollwerk moderner Selbstsucht und Reaktion loszulösen. Den Schluß der Versammlung bildete die einstimmige Annahme einer R e s o l u t i o n, in der entschiedener Widerspruch gegen den jetzigen verfassungs- und gesetzwidrigen Zustand erhoben und die Erwartung ausgesprochen wurde, daß es den maßgebenden Stellen gelingen werde, die Ungerechtigkeit zu beseitigen und das Gesetz zur Durchführung zu bringen. Wir behalten uns vor, in dem nächsten, in größerem Umfange

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