Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 17 (1911)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1911)
- Article
- [Ohne Titel] / A. L.
- Date
- 1911-06-01
- Page
- 343 (sequence 12)
- Language
- German
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Korrespondenzen. 843 Ansprache mit antisemitischen Mätzchen würzte, heftige Proteste. Sein Vorredner hatte mit den Worten geschlossen: „Bei P h i l i p p i sehen wir uns wieder!" Das müßte auch die Losung für die Freunde des Fortschritts und besonders für die jüdischen Reichstagswähler sein. Jedes' Volk hat die Vertreter, die es verdient; versäumt es bei den Wahlen seine Pflicht, so hat es kein besseres Los verdient und darf dafür die Staatsverwaltung nicht verantwortlich machen. Sein Schicksal schafft sich s e l b st der Mann! A. L. Korrespondenzen. p Berlin, 23. Mai. Die Tagesordnung des 12. außerordentlichen Deutsch-Israelitischen Gemeind etages, der ,am Sonntag, den 11. Juni d. I., vormittags 10 Uhr, im Saale des Brüdervereins, Berlin W., Kurfürstenstraße 116, stattfindet, umfaßt folgende Punkte: Konstituierung des 12. (außerordentlichen) Deutsch-Israelitischen Gemeindetages, Bericht des geschäftsführenden Vorsitzenden, den Entwurf eines Reichsversicherungsgesetzes für Angestellte und Satzungsänderungen. Die Nr. 78 der „Mitteilungen" des Gemeindebundes enthält außer dieser Tagesordnung den Entwurf einer neuen Gemeindeversassung, eine Erläuterung zu dem Satzungsentwurf, den Bericht über die Tätigkeit des Gemeindebundes vom Frühjahr 1909—1911, das Protokoll der Versammlung vom 29. Januar 1911, die Rechnungsablage u. a. m. A Magdeburg, 2. Mai. In einer Briefkastennotiz der hier erscheinenden antisemitischen „Sachsenschau" wird über die „Frauenbewegung" gesagt: „Wir veröffentlichen deshalb die Fortschritte der Frauenbewegung, um den Männern zu zeigen, wie die Frau überall Boden gewinnt. Weil die meisten Männer zu schwach sind, um durch politische Reformen gesunde soziale Verhältnisse zu schaffen, daß jede Frau zur Zeit ihrer Reife heiraten kann, deshalb haben wir die Frauenbewegung. Die Männer bekämpfen nun die Frauenbewegung am besten dadurch, daß man die Frau durch höhere Leistungen