Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 17 (1911)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1911)
- Article
- Der Verkehr mit Rußland
- Date
- 1911-05-01
- Page
- 262 (sequence 6)
- Language
- German
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262 Im deutschen Reich. hat den Artikel 5 des Vertrages, der besagt, daß die Einwohner der bezüglichen Staaten „das Recht haben sollen, sich in allen Teilen der besagten Gebiete aufzuhalten und zu wohnen, um dort ihre Geschäfte zu ordnen, und daß sie zu diesem Zweck gleiche Sicherheit und Schutz genießen sollen, wie die Eingeborenen des Landes, in dem sie wohnen, unter Voraussetzung, daß sie sich den dort geltenden Gesetzen und Ordnungen fügen und insbesondere denen der Handelsordnung", in dem Sinne ausgelegt, daß die a m erikanis ch e n B ü r g e r jüdischen Glaubens in Rußland d e n s e l b c n Z ur ü ck s etz u ng e n unke rworfen sein sollen, die Rußland den russis ch e n Jude n auferleg t. Sie lehnt es ab, amerikanischen Bürgern jüdischen Glaubens zu gestatten, in Rußland sich aufzuhalten und zu wohnen, um dort ihre Geschäfte zu ordnen,- und zu diesem Zweck gleiche Sicherheit und Schutz wie nichtjüdische, geborene Russen, zu genießen, versagt demgemäß den amerikanischen Pässen, die den amerikanischen Staatsbürgern jüdischen Glaubens ausgefertigt sind, die Achtung; daß nach dem Urteil des Kongresses der besagte Vertrag aus vorerwähnten Gründen zu der frühest möglichen Zeit ein Ende haben und nicht länger in Kraft bleiben soll, und daß zu diesem Ende der Präsident hierdurch angewiesen ist, der russischen Regierung zur Kenntnis zu bringen, daß der vorbesagte Vertrag eine Ende nehmen und am Ende des Jahres, welches nach dem Datum dieser Mitteilung ^beginnt, nicht mehr in Kraft und Wirkung sein soll." Wie der „American Hebrew" weiter berichtet, sprach nach einigen kurzen Bemerkungen Mr. P a r s o n s noch von den Bemühungen des Staatsdepartements, eine Aenderung der russischen Politik herbeizuführen, und sagte dann: „Unser Land soll nicht länger teil an einem Vertrage haben, der von dem anderen Teile so ausgedeutel wird, daß er ihn berechtig:, zwischen amerikanischen Bürgern auf Grund ihres Religionsbekenntnisses einen Unterschied zu machen, der mit dem Fnndamentalgrundsatz unserer Staats-