Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 17 (1911)
- Issue
- Heft 4 (April 1911)
- Article
- Die Hauptversammlung des Central-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens
- Date
- 1911-04-01
- Page
- 189 (sequence 8)
- Language
- German
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Wieder eine Erlösung des Judentums. 189 halb, weil die Vereinsbeiträge vielfach um den Betrag des Zuschlags herabgesetzt werden und der Zuschlag so lediglich die Mitglieder treffen würde, die jetzt den Mindestbeitrag .zahlen. Herr Justizrat Hirschberg-Breslau und Herr Rechtsanwalt Dr. Geiger-Frankfurt a. M. widersprachen gleichfalls dem Anträge, der nur zu einer Klassifizierung der Ortsgruppen gemäß den von ihnen an die Zentrale abgeführten Beiträgen führen könnte. Nachdem noch Herr Di*. Kempenich-Dortmund und der Referent für den Antrag eingetreten waren, wurde dieser abgelehnt. Wegen vorgerückter Zeit wurde Punkt 6 der Tagesordnung (wirtschaftlicher Antisemitismus) von der Tagesordnung abgesetzt. In seinem Schlußworte dankte der Vorsitzende den Erschienenen für ihr Interesse und die von ihnen gegebenen Anregungen, die die Zentrale sorgsam befolgen werde, und forderte die Abgeordneten auf, wie bisher in ihrem 'Kreise nach Kräften für die Interessen des Vereins zu wirken. Herr Kassenrevisor Louis Wiener und Herr Prediger G o l d m a n n dankten dem Vorstand, insbesondere dem Vorsitzenden, für die Leitung des Vereins und der Versammlung. Nachdem der Vorsitzende noch den großen Anteil des Syndikus und der Beamten an den Erfolgen der letzten Jahre hervorgehoben hatte, wurde die Versammlung um xjß Uhr geschlossen. K. * Wieder eine Hrtösring des Judentums. In den letzten Monaten ist in einem Teile der Tagespresse und insbesondere in den jüdischen Blättern eine lebhafte Diskussion über Anschauungen geführt worden, die der bekannte Berliner Rechtslehrer Professor Dr*. Köhler in der Jndenfrage in zwei Artikeln eines Berliner Montagsblattes geäußert hat. Professor Köhler kommt in seinem ersten Aufsatze zu dem Ergebnis, eine befriedigende Lösung der sogenannten Judenfrage könne nur durch die Taufe erfolgen. Die Taufe könne aber für die gebildeten Juden gar nichts Bedenkliches an sich haben, „denn der Monotheismus des Judentums in christlicher Umgestaltung, be-