Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 17 (1911)
- Issue
- Heft 3 (März 1911)
- Article
- Berlin
- Date
- 1911-03-01
- Page
- 144 (sequence 9)
- Language
- German
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144 Im deutschen Reich. Jahr ailshängen. Was bei den Katholiken ein Brauch ist, kann bei den Juden nicht zum Unfug oder zu einer Ungesetzlichkeit umgestempelt werden. Das Staatsgesetz kennt hier keine Zwangsmittel, die dies verhindern; auch wäre es unmoralisch, in Handlungen einer religiösen Genossenschaft einzugreisen, die doch nur einen sittlichen Zweck verfolgen nsw." 2 (Erfurt, 4. Februar. Der Wahlausschuß der vereinigten rechtsstehenden Parteien im Reichstagswahlkreise Erfurt- S ch l e u s i n g e n - Z i e g e n r ü ck hat beschlossen, den Rechtsanwalt Ulrich-Berlin als gemeinsamen Kandidaten aufzustellen. Rechtsanwalt Ulrich hat bekanntlich neben dem Antisemiten Dr. Henrici-Leipzig in einer tumultuösen Berliner StudentenversannnOing eine bemerkenswerte Rolle gezielt. A Breslau, 10. Februar. In dem „Ostdeutschen Landwirt", einer Wochenschrift, die u. a. dem „Neu salz er Tageblat t" beigelegt wird, findet sich (in Nr. 5 vom 4. Februar 1911) folgendes Inserat: „Ritte r g utsb e s i tz e r s - S o h n , Oberleutnant d. R., wird demnächst Rittmeister, bekannt mit 'den ersten Familien Pommerns, sucht sich mit reicher Dame, nicht unter 1 Mill. M. Bermögen zu v erheiraten. Dame k a n n auch j ii bischer K o u - fession und alt sein. Mit körperlichem Fehler behaftet, ist kein Hindernis. Eingebrachtes Vermögen, wenn groß genug, soll zur Gründung eines Majorats Verwendung finden. Strengste Diskretion wird zugesichert und verlangt. Offerten sind unter „Reell" usw. an die Erp. d. Bl. zu richten." Dazu bemerkt die „Breslauer Zeitung": „Wir glauben, daß dieser „reelle" Herr Oberleutnant der Reserve, der sich selbst durch das Inserat so trefflich kennzeichnet, bei seiner Anspruchslosigkeit in bezug auf die Person der künftigen Gattin zum Ziel gelangen wird, und wir gratulieren dem preußischen Staate schon jetzt zu diesem neuesten Fideikommißbesitzer." JP Bremen, 3. Februar. Wie die „Weser-Zeitung" berichtet, haben die Vertrauensmänner des Bundes der Landwirte im Wahlkreise Stade-Bremervörde den P a st o r V o ß ans Büttel bei Dedesdorf als Kandidaten für die bevor-